Medizin

Müde am Steuer: Sekundenschlaf auf Reisen und Geschäftsfahrten vermeiden

Die Augen brennen, das letzte Verkehrsschild ist kaum noch präsent und die Spurhaltung wird ungenau. Trotzdem scheint das Ziel nah genug, um weiterzufahren. Genau diese Fehleinschätzung macht Müdigkeit am Steuer so gefährlich. Ein Sekundenschlaf kommt meist nicht aus dem Nichts. Häufig kündigt er sich durch deutliche Warnzeichen an, die Fahrer übergehen oder mit scheinbaren Wachmachern zu verdrängen versuchen. Schon vor dem eigentlichen Einnicken sinkt die Fahrleistung. Entfernungen und Geschwindigkeiten werden schlechter eingeschätzt, der Blick verengt sich und Reaktionen verzögern sich. Wer die Signale kennt, kann rechtzeitig handeln. Dieser Ratgeber erklärt, was Sekundenschlaf bedeutet, welche Situationen das Risiko erhöhen, welche Massnahmen wirklich helfen und wann anhaltende Tagesschläfrigkeit ärztlich abgeklärt werden sollte.

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Luftfracht unter Temperaturkontrolle: So bleiben Medikamente am Flughafen geschützt

Ein Medikament kann pünktlich ankommen und trotzdem unbrauchbar sein. Schon eine ungeplante Temperaturabweichung kann empfindliche Wirkstoffe beeinträchtigen. Beim Lufttransport zählt deshalb jeder Übergang: vom Kühlfahrzeug ins Frachtlager, vom Lager über das Vorfeld ins Flugzeug und am Zielflughafen wieder zurück auf die Strasse. Eine sichere pharmazeutische Kühlkette entsteht jedoch nicht allein durch schnelle Abläufe. Temperaturbereiche, Verpackung, Lagerzonen, Messgeräte und Notfallpläne müssen zusammenpassen. Internationale Standards der IATA und die Schweizer Regeln zur Guten Vertriebspraxis, kurz GDP, geben dafür den Rahmen vor.

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Weltstillwoche 2026: Gute Unterstützung ist wichtiger als Perfektion

Stillen wirkt selbstverständlich. Im Alltag ist es das jedoch längst nicht immer. Schmerzen, Unsicherheit, Schlafmangel und die Rückkehr an den Arbeitsplatz können den Start erschweren. Die Weltstillwoche vom 1. bis 7. August 2026 erinnert deshalb daran: Ob Stillen gelingt, darf nicht allein von der Mutter abhängen. Das internationale Motto lautet 2026 sinngemäss: «Stillen für einen nachhaltigen Start ins Leben – stärken, was funktioniert». In der Schweiz findet die nationale Aktionswoche dieses Jahr vom 14. bis 20. September unter dem Motto «Gemeinsam – Stillen stärken» statt. Die abweichenden Termine verfolgen dasselbe Ziel: Familien brauchen verständliche Informationen, fachkundige Hilfe und passende Rahmenbedingungen.

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3D-Druck ermöglicht patientenspezifische Kontaktlinsen in nur 20 Minuten Herstellung

Forschern der University of Waterloo ist bei der Herstellung von Kontaktlinsen ein Durchbruch gelungen. Die Kombination neuer Silikonmaterialien und fortschrittlichen 3D-Drucktechnologien ermöglicht in nur 20 Minuten die patientenspezifische Herstellung von Kontaktlinsen. Damit wird der Weg für Linsen geebnet, die sich bei einem einzelnen Besuch beim Optiker erstellen lassen. Bisher konnte es Wochen und Monate dauern, bis die passenden Kontaktlinsen endlich gefunden waren. Details sind in „Materials & Design“ publiziert. Hochpräzise Plattform

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Mehrsprachigkeit könnte die Alterung des Gehirns deutlich verlangsamen

Menschen, die mehr als eine Sprache beherrschen, scheinen über ein jüngeres Gehirn zu verfügen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung des Basque Center on Cognition, Brain and Language (BCBL). Je mehr Sprachen Menschen sprechen, desto jünger erscheint ihr Gehirn. Auch das Erlernen einer weiteren Sprache in jungen Jahren könnte die Hirnalterung verlangsamen. Die Forscher untersuchten mehrsprachige Menschen im Baskenland und stellten fest, dass mit jeder zusätzlich gesprochenen Sprache das biologische Alter des Gehirns geringer ausfällt. Die Ergebnisse könnten neue Erkenntnisse für die Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen liefern.

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Studie warnt vor zweifelhaften KI-Daten für medizinische Diagnosemodelle

Manche KI-Modelle zur Vorhersage von Schlaganfällen und dem Diabetes-Risiko beruhen auf Datensätzen, deren Ursprung sich nicht verifizieren lässt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Queensland University of Technology und des Australian Center for Health Services Innovation. Untersucht wurden zwei häufig heruntergeladene Gesundheitsdatensätze der Plattform Kaggle. Die Forscher warnen, dass deren fehlende Herkunftsnachweise die Zuverlässigkeit medizinischer KI-Modelle und klinischer Anwendungen infrage stellen.

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Universität Lausanne: Forschen und Studieren am Genfersee seit fast 500 Jahren

Wer einmal auf dem Campus Dorigny spaziert ist, versteht schnell, warum die Universität Lausanne zu den begehrtesten Studienorten der Schweiz zählt. Grüne Wiesen, der Blick auf den Genfersee, moderne Architektur und mittendrin eine der vielseitigsten Forschungsuniversitäten des Landes – die Université de Lausanne, kurz UNIL, vereint akademische Exzellenz mit einer Lebensqualität, die kaum ein anderer Universitätsstandort bietet. Was 1537 als theologische Académie de Lausanne begann, ist heute eine internationale Forschungsuniversität mit globalem Ruf, fast 17'000 Studierenden aus rund 130 Ländern und über 210 Forschungs- und Lehreinheiten. Im Jahr 1890 erhielt die Institution den Status einer Universität. 1970 verlegte sie ihre Aktivitäten aus der Innenstadt auf den heutigen Campus in Dorigny – direkt am Genferseeufer gelegen und heute Teil des grössten Bildungs- und Forschungszentrums der Schweiz.

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Sandra Hürlimann übernimmt interimistisch die Leitung der Pathologie am LUKS

Der Verwaltungsrat der LUKS Gruppe hat Dr. med. Sandra Hürlimann, bisherige Co-Chefärztin der Pathologie am Luzerner Kantonsspital (LUKS), per 1. Juli 2026 zur Chefärztin Pathologie ad interim gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Prof. Dr. med. Joachim Diebold an, der Ende April 2026 pensioniert wurde. Dr. med. Sandra Hürlimann absolvierte ihr Medizinstudium von 1990 bis 1996 an der Universität Zürich und promovierte zwei Jahre später am Anatomischen Institut der Universität Zürich. 2004 erlangte sie den Facharzttitel für Pathologie, 2019 den Schwerpunkttitel Molekularpathologie. Ergänzend absolvierte sie den CAS „Personalized Molecular Oncology“ an der Universität Basel.

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HUG Genf: Das Universitätsspital im Porträt – Forschung, Finanzen und Medizin

Am 24. Juni 2026 meldet Frankreich den ersten Ebola-Fall auf europäischem Boden seit Beginn des aktuellen Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo. Betroffen ist ein Arzt, der zuvor im Einsatzgebiet gearbeitet hatte. Die französischen Gesundheitsbehörden reagierten umgehend. Gleichzeitig richtete sich der Blick nach Genf. Hier hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren Hauptsitz. Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus mahnte zur Besonnenheit, lobte die schnelle Reaktion der Behörden und erinnerte an die enormen Risiken, denen medizinische Einsatzkräfte in Epidemiegebieten täglich ausgesetzt sind. Doch Genf ist weit mehr als der Sitz der WHO. Von hier aus koordiniert Médecins Sans Frontières (MSF) zahlreiche internationale Hilfseinsätze. Und hier befinden sich die Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG) mit dem einzigen Labor der biologischen Sicherheitsstufe 4 (BSL-4) der Schweiz – jenem Hochsicherheitslabor, in dem einige der gefährlichsten Krankheitserreger der Welt untersucht werden. Ebola gehört seit vielen Jahren zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten der dortigen Forschung.

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Apps und Wearables unterstützen Herzpatienten bei Bewegung und Rehabilitation

Smartphone-Apps und Fitness-Tracker können Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen dabei helfen, sich regelmässiger zu bewegen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Pennsylvania State University und der University of Maryland. Digitale Technologien könnten damit eine wichtige Ergänzung zur klassischen Rehabilitation werden. Die Wissenschaftler analysierten 14 klinische Studien mit mehr als 1'000 Erwachsenen. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Gesundheitshelfer die körperliche Aktivität messbar steigern können.

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Forscher warnen: E-Zigaretten sind keine sichere Alternative zum Rauchen

E-Zigaretten gelten vielen Rauchern als weniger schädliche Alternative zur klassischen Zigarette. Eine gross angelegte Studie südkoreanischer Forscher kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis: Wer nach dem Rauchstopp auf E-Zigaretten umsteigt, weist ein deutlich höheres Risiko für Lungenkrebs auf als Menschen, die vollständig auf Nikotinprodukte verzichten. Zu diesem Schluss gelangen Forscher der Seoul National University und der Hallym University. Die Untersuchung basiert auf Gesundheitsdaten von mehr als 4,5 Millionen Menschen und zählt zu den bislang grössten Studien zu den langfristigen Folgen von E-Zigaretten.

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Bundesrat stärkt Hausarztmedizin und medizinische Grundversorgung in der Schweiz

Der Bundesrat hat die Prioritäten der Agenda Grundversorgung verabschiedet. Ziel ist es, den langfristigen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen medizinischen Grundversorgung in der Schweiz sicherzustellen. Im Mittelpunkt stehen die Förderung des ärztlichen Nachwuchses sowie die Stärkung der hausärztlichen Versorgung durch neue Versorgungsmodelle und eine breitere Aufgabenverteilung. Die Agenda Grundversorgung wurde 2024 lanciert und gemeinsam mit rund 80 Organisationen und Akteuren des Gesundheitswesens weiterentwickelt. Ein Fachbericht definiert insgesamt 18 Massnahmen zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung in der Schweiz.

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Mini-Implantat SEED stimuliert Nerven gezielt und soll Schmerzen nachhaltig lindern

Mit der „Stimulating Electrode for Electroceutical Delivery (“SEED”)“ wollen Forscher der NYU Abu Dhabi und der Cleveland Clinic Abu Dhabi chronische Schmerzen und Bewegungsstörungen, die auf Nervenschäden zurückzuführen sind, therapieren. Dazu ist nicht einmal eine OP nötig, heisst es. Das Gerät, das so gross ist wie ein Samenkorn, wird minimalinvasiv mit einer Spritze injiziert. Es steuert die Nervenaktivität ohne Batterien oder Kabel und ermöglicht so eine einfachere und weniger invasive Methode zur Behandlung neurologischer Erkrankungen.

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Insel Gruppe wählt Agostino Mattei neu in den Verwaltungsrat des Universitätsspitals

Die Generalversammlung hat am 12. Juni 2026 Agostino Mattei neu in den Verwaltungsrat der Insel Gruppe gewählt. Er ergänzt das strategische Führungsgremium mit umfassender klinischer Expertise, langjähriger Führungserfahrung sowie einem ausgeprägten Verständnis für Innovation, Digitalisierung und die Weiterentwicklung universitärer Medizin.

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Roche erhält Zulassung für neuen Test zur gezielteren Behandlung von Prostatakrebs

Roche hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für einen neuen Diagnostiktest erhalten. Der Test hilft dabei, bei Patienten mit Prostatakrebs einen bestimmten biologischen Marker nachzuweisen. Dadurch kann festgestellt werden, ob eine gezielte Behandlung mit dem Medikament TRUQAP® infrage kommt. Der sogenannte VENTANA® PTEN (SP218) RxDx Assay ist der erste zugelassene immunhistochemische Begleittest zur Bestimmung eines PTEN-Verlusts bei Prostata-Adenokarzinomen.

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Nach fünfjähriger Sanierung: Marie-Colinet-Haus stärkt Medizin und Familienversorgung

Die Insel Gruppe hat das vollständig erneuerte Marie-Colinet-Haus heute im Beisein von Regierungsrat Pierre Alain Schnegg feierlich eröffnet. Innerhalb der bestehenden Gebäudehülle ist ein modernes Spital entstanden, das die Versorgung in der Frauenheilkunde, der Neonatologie und der Augenheilkunde nach modernsten Standards ermöglicht. Die Frauenklinik und die Neonatologie der Kinderklinik werden das Gebäude im August 2026 beziehen, die Augenklinik folgt im September 2026.

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Healthcare Holding Schweiz AG übernimmt Compet Medical AG in Schindellegi

Healthcare Holding Schweiz AG, ein führender Serviceanbieter und Distributor von Medizinaltechnik in der Schweiz, erweitert ihr Portfolio durch den Erwerb der Compet Medical AG. Healthcare Holding Schweiz wird von Winterberg Advisory und KKA Partners verwaltet. Healthcare Holding Schweiz AG hat die Compet Medical AG mit Hauptsitz in Schindellegi im Kanton Schwyz erfolgreich erworben. Compet Medical ist seit mehr als 30 Jahren ein spezialisierter Anbieter im Bereich Harm Reduction und versorgt Fachstellen, öffentliche Institutionen, Beratungsstellen und weitere Organisationen mit hochwertigen, benutzerfreundlichen Produkten für die sichere und hygienische Anwendung in niederschwelligen Versorgungsstrukturen.

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Dr. med. Samuel Schmid wird neuer Klinikleiter Orthopädie im Oberwallis

Das Spitalzentrum Oberwallis SZO ernennt Dr. med. Samuel Schmid per 1. Dezember 2026 zum Klinikleiter der Klinik Orthopädie / Traumatologie. Mit seiner ausgewiesenen fachlichen Expertise und langjährigen klinischen Erfahrung übernimmt er die medizinische und strategische Leitung der orthopädischen Versorgung im Oberwallis. Er tritt die Nachfolge von Dr. med. Andreas Ottersbach an, der sich für eine Frühpensionierung entschieden hat.

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