02. September 2026

Thurmed greift nach Spital Wetzikon – Option auf 51-Prozent-Mehrheit

Beim finanziell angeschlagenen Spital Wetzikon zeichnet sich eine weitreichende Lösung ab. Die Thurgauer Spitalgruppe thurmed hat sich die Option gesichert, bis Ende 2027 eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an der GZO AG zu übernehmen. Die Eigentümergemeinden und der Verwaltungsrat des Spitals haben dem Beteiligungsangebot zugestimmt. Bevor der Einstieg möglich wird, müssen allerdings noch die Gläubiger dem Nachlassvertrag zustimmen. Damit könnte das Spital Wetzikon künftig mehrheitlich von einer Spitalgruppe aus dem Kanton Thurgau kontrolliert werden. Vollzogen ist die Übernahme jedoch noch nicht. Zunächst stehen weitere finanzielle und betriebliche Prüfungen an.

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Baumängel früh erkennen: Kontrollpunkte vom Rohbau bis zur Abnahme

Baumängel entstehen selten erst am Tag der Schlüsselübergabe. Viele Schwachstellen werden bereits im Rohbau angelegt, verschwinden später hinter Dämmungen, Verkleidungen oder Bodenaufbauten und lassen sich dann nur noch mit erheblichem Aufwand korrigieren. Eine konsequente Qualitätskontrolle begleitet deshalb jede Bauphase und konzentriert sich besonders auf jene Details, die nach dem nächsten Arbeitsschritt nicht mehr sichtbar oder zugänglich sind. Fundamente, Abdichtungen, Leitungsführungen, Fensteranschlüsse, Estriche und Oberflächen benötigen jeweils andere Kontrollpunkte. Entscheidend ist ein systematischer Ablauf aus Planvergleich, Sichtprüfung, Messungen und Dokumentation. Für Schweizer Bauprojekte kommt seit 1. Januar 2026 eine wichtige rechtliche Änderung hinzu: Bei unbeweglichen Werken beträgt die gesetzliche Rügefrist für Baumängel grundsätzlich 60 Tage; eine kürzere Frist kann vertraglich nicht zulasten der Bestellerschaft vereinbart werden. Für ältere Verträge kann weiterhin die vorherige Rechtslage massgebend sein.

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Baustellenlogistik auf engem Raum: Material, Maschinen und Zufahrten sicher koordinieren

Wo zwischen Baugrube, Nachbargebäuden und Strasse kaum freie Fläche bleibt, entscheidet die Baustellenlogistik über Tempo, Sicherheit und Qualität. Lieferfahrzeuge, Krane, Baumaschinen, Materiallager und Personen teilen sich wenige Quadratmeter. Damit daraus kein tägliches Provisorium entsteht, müssen Verkehrswege, Umschlagplätze und Transporte bereits vor Baubeginn geplant werden. Ein gutes Logistikkonzept begleitet das Projekt durch alle Bauphasen. Es regelt, wann welches Material eintrifft, wo es abgeladen wird und wie es an den Einbauort gelangt. Gleichzeitig berücksichtigt es öffentliche Verkehrsflächen, Nachbarschaft, Entsorgung und wechselnde Platzverhältnisse. Gerade auf innerstädtischen Baustellen wird die Logistik damit zu einer eigenständigen Planungsaufgabe.

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Novartis baut in Basel bis zu 130 Stellen ab – Biologika-Produktion wird eingestellt

Novartis plant am Standort Basel den Abbau von bis zu 130 Arbeitsplätzen. Hintergrund ist die geplante Einstellung einer kleinvolumigen Produktion von Biologika bis Ende 2027. Die dort ausgeführten Produktionsaufgaben sollen künftig von anderen Novartis-Standorten weltweit übernommen werden. Der Basler Pharmakonzern gab die geplanten Veränderungen am Mittwoch bekannt. Betroffen ist der Standort im Kleinbasel. Gleichzeitig will Novartis verschiedene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von dort auf den Novartis Campus auf der anderen Rheinseite verlagern. Die Massnahmen stehen noch unter dem Vorbehalt des gesetzlich vorgesehenen Informations- und Konsultationsverfahrens.

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Akustik in offenen Gebäuden: Lösungen für Büros, Schulen und Wohnräume

Offene Grundrisse schaffen Weite, fördern Begegnung und lassen Tageslicht tief in Gebäude dringen. Akustisch stellen sie Planer jedoch vor besondere Aufgaben: Gespräche breiten sich über grosse Distanzen aus, harte Oberflächen verlängern den Nachhall und unterschiedliche Nutzungen geraten miteinander in Konflikt. Gute Raumakustik bedeutet deshalb weit mehr als einige dekorative Filzpaneele an der Wand. Sie beginnt bei Grundriss, Zonierung und Materialwahl und verbindet diese mit gezielter Schallabsorption und geeigneten Rückzugsmöglichkeiten. Ob Grossraumbüro, offene Lernlandschaft oder Wohnraum mit Küche, Essen und Wohnen in einem Volumen: Entscheidend ist die Balance zwischen gewünschter Kommunikation und akustischer Distanz. Decken, Wände, Böden, Möbel und räumliche Übergänge beeinflussen gemeinsam, wie sich Sprache und Geräusche ausbreiten. Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft nennt bei Grossraumbüros unter anderem Zonierung, Raumakustikkonzepte, Absorption, Abschirmung und Rückzugsmöglichkeiten als zentrale Instrumente.

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Schweizer Firmen schlagen Alarm – vielen Lernenden fehlen wichtige Grundkompetenzen

Schweizer Ausbildungsbetriebe stellen bei immer mehr Lernenden Lücken in grundlegenden Fähigkeiten fest. Besonders beim Schreiben und in der Mathematik fällt das Urteil kritisch aus. Eine neue Umfrage unter 2'929 Ausbildungsverantwortlichen zeigt zudem: Viele Firmen beobachten seit fünf bis zehn Jahren eine Verschlechterung – und müssen inzwischen zusätzliche Zeit und Geld in die Förderung ihrer Lernenden investieren. Die Untersuchung wurde gemeinsam von economiesuisse, dem Schweizerischen Arbeitgeberverband und dem Schweizerischen Gewerbeverband durchgeführt. Befragt wurden Verantwortliche, die Lernende direkt betreuen oder für deren Ausbildung zuständig sind. Die Ergebnisse zeigen ein Problem, das inzwischen auch Auswirkungen auf die Bereitschaft der Unternehmen hat, Lehrstellen anzubieten.

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Mobilfunkauktion ab 855 Millionen – teure Neuvergabe für Swisscom, Sunrise und Salt

Für Swisscom, Sunrise und Salt steht eine milliardenschwere Neuordnung des Schweizer Mobilfunks bevor. Die Eidgenössische Kommunikationskommission ComCom hat die Ausschreibung für einen grossen Teil der ab 2029 verfügbaren Mobilfunkfrequenzen eröffnet. Werden sämtliche angebotenen Frequenzen nachgefragt, liegt der Mindestpreis bei insgesamt 854,7 Millionen Franken. Die betroffenen Frequenzen bilden einen wichtigen Teil der heutigen Mobilfunkversorgung in der Schweiz. Die bestehenden Konzessionen wurden 2012 vergeben und laufen Ende 2028 aus. Deshalb müssen die Nutzungsrechte für die Zeit ab 2029 neu verteilt werden. Die eigentliche Auktion ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 3. Dezember 2026 für das Verfahren bewerben.

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Nestlé verkauft Vitamingeschäft für eine Milliarde Dollar

Nestlé trennt sich von einem milliardenschweren Teil seines Gesundheitsgeschäfts. Der Schweizer Lebensmittelkonzern verkauft sein Mainstream-Geschäft mit Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln für 1,0 Milliarden US-Dollar beziehungsweise rund 800 Millionen Franken an den US-Investor Yellow Wood Partners. Komplett aus dem Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln zieht sich Nestlé jedoch nicht zurück. Die am Dienstagabend bekanntgegebene Transaktion ist Teil des laufenden Konzernumbaus. Nestlé will Kapital und Managementkapazitäten stärker auf jene Bereiche konzentrieren, in denen sich das Unternehmen langfristig besonders gute Wachstumschancen verspricht. Der Abschluss des Verkaufs ist nach den notwendigen regulatorischen Genehmigungen für die erste Hälfte des Jahres 2027 vorgesehen.

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Schweizer Automarkt bleibt unter Druck – Elektroautos legen kräftig zu

Der Schweizer Neuwagenmarkt kommt weiterhin nur langsam voran. Im August 2026 wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 16'047 neue Personenwagen immatrikuliert – 0,6 Prozent weniger als im bereits schwachen Vorjahresmonat. Gleichzeitig setzt sich der Wandel bei den Antrieben deutlich fort: Reine Elektroautos erreichten im August einen Marktanteil von 30,2 Prozent. Seit Anfang Jahr wurden insgesamt 151'589 neue Personenwagen zugelassen. Gegenüber den ersten acht Monaten 2025 entspricht dies zwar einem Plus von 1,8 Prozent, der Gesamtmarkt bewegt sich nach Einschätzung des Branchenverbands auto-schweiz jedoch weiterhin auf einem tiefen Niveau. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Elektroautos. Ihre Neuzulassungen stiegen im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 48,7 Prozent.

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Solarstrom aus der Nachbarschaft boomt – bereits rund 1'800 Gemeinschaften

Strom vom Dach des Nachbarn statt ausschliesslich vom klassischen Energieversorger: Die Anfang 2026 eingeführten lokalen Elektrizitätsgemeinschaften haben in der Schweiz einen überraschend starken Start hingelegt. Laut einer ersten Hochrechnung von Swissolar existieren landesweit bereits rund 1'800 solcher Zusammenschlüsse. Das neue Modell erlaubt es Produzenten und Verbrauchern, lokal erzeugten erneuerbaren Strom innerhalb einer Gemeinschaft zu handeln. Vor allem für Besitzer von Photovoltaikanlagen eröffnet sich damit eine zusätzliche Möglichkeit, überschüssigen Solarstrom direkt in der näheren Umgebung abzusetzen.

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Flughafen Zürich wächst weiter – Flugverkehr liegt über Niveau von 2019

Am Flughafen Zürich bleibt das Verkehrsaufkommen hoch. Im August 2026 wurden insgesamt 25'791 Starts und Landungen registriert – 3,4 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Auch im Vergleich mit der Zeit vor der Corona-Pandemie zeigt sich, wie stark der Flugverkehr inzwischen wieder ist. Der Flughafen Zürich setzt damit seinen Wachstumskurs fort. Zwar lag die Zahl der Flugbewegungen im August leicht unter dem besonders verkehrsreichen Juli, gegenüber dem Vorjahr wurde jedoch erneut ein deutliches Plus verzeichnet. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung über das gesamte bisherige Jahr: Von Januar bis Ende August wurden am grössten Schweizer Flughafen 183'209 Starts und Landungen gezählt. Das entspricht einem Anstieg von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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