Fussball regiert die Welt – doch die NFL verdient am meisten
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Business business24.ch businessaktuell.ch Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Unternehmen US-Sport Verbreitung Wirtschaft
Fussball ist weltweit die wirtschaftlich grösste Sportart. Mit Milliardenumsätzen aus Fernsehrechten, Sponsoring, Eintrittskarten und internationalen Wettbewerben lässt er die Konkurrenz hinter sich. Doch betrachtet man einzelne Profiligen, liegt American Football vorne: Die amerikanische NFL erwirtschaftet mehr Geld als jede andere Sportliga der Welt.
Die Zahlen verdeutlichen die Dimensionen des modernen Sportgeschäfts. Laut der Studie Sports IP Revenue League 2026 von Two Circles erzielten Sportrechteinhaber 2025 weltweit rund 174 Milliarden US-Dollar. Auf Fussball entfielen davon rund 27 Prozent. Gleichzeitig überschritten die Gesamteinnahmen der NFL zuletzt die Marke von 24 Milliarden US-Dollar.
Besonders interessant ist der Vergleich mit Europa. Die fünf grössten Fussballligen erwirtschafteten in der Saison 2024/25 gemeinsam 21,6 Milliarden Euro. Auch der Schweizer Fussball ist Teil dieses internationalen Marktes, allerdings mit wesentlich kleineren Medienverträgen, Zuschauerzahlen und Sponsoringmöglichkeiten.
Fussball ist die grösste Sportwirtschaft der Welt
Fussball wird auf allen Kontinenten professionell gespielt. Nationale Meisterschaften, internationale Klubwettbewerbe und grosse Nationalmannschaftsturniere sorgen das ganze Jahr über für Einnahmen.
Die Sportmarketingagentur Two Circles untersuchte für ihre Sports IP Revenue League 2026 die Umsätze von Sportrechteinhabern. Das Ergebnis: Fussball vereinte 2025 rund 27 Prozent des untersuchten weltweiten Marktes auf sich.
Das entspricht ungefähr 47 Milliarden US-Dollar. Keine andere einzelne Sportart erreichte einen vergleichbaren Anteil.
Die NFL ist die reichste Einzelliga
Bei einzelnen Organisationen sieht das Bild anders aus. Die National Football League mit ihren 32 Mannschaften ist finanziell führend.
Für 2025 wird der Gesamtumsatz auf mehr als 24 Milliarden Dollar geschätzt. Allein die national gemeinsam vermarkteten Einnahmen erreichten rund 14,5 Milliarden Dollar.
Dazu kommen unter anderem lokale Einnahmen aus Eintrittskarten, Stadionangeboten und Sponsoring.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist das amerikanische Vermarktungsmodell. Die NFL bündelt zahlreiche kommerzielle Rechte und verteilt erhebliche Einnahmen auf ihre Mannschaften.
Besonders wertvoll sind ihre langfristigen Fernsehverträge. Das Medienpaket umfasst über elf Jahre insgesamt ungefähr 110 Milliarden Dollar.
Warum die Premier League nicht mithalten kann
Die englische Premier League ist Europas umsatzstärkste Fussballliga. Laut Deloitte erzielten ihre Klubs in der Saison 2024/25 Einnahmen von rund 8,1 Milliarden Euro.
Damit liegt die Premier League deutlich hinter der NFL. Allerdings unterscheiden sich beide Modelle grundlegend.
Die englischen Vereine konkurrieren zusätzlich in internationalen Wettbewerben und betreiben ihre kommerziellen Aktivitäten stärker eigenständig.
Der finanzielle Wettbewerb führt gleichzeitig zu immer höheren Ablösesummen. Welche Dimensionen der Markt inzwischen erreicht hat, zeigt auch der Transfersommer im europäischen Spitzenfussball.
Europas Fussball überschreitet 40 Milliarden Euro
Im Sommer 2026 veröffentlichte Deloitte neue Rekordzahlen. Der europäische Fussballmarkt erwirtschaftete in der Saison 2024/25 insgesamt 40,2 Milliarden Euro.
Die fünf grossen Ligen aus England, Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich steuerten gemeinsam 21,6 Milliarden Euro bei.
Die Premier League lag dabei vor der Bundesliga mit 4,3 Milliarden Euro und der spanischen La Liga mit 4,1 Milliarden Euro.
In den europäischen Gesamtzahlen sind neben den führenden Ligen weitere Wettbewerbe und Fussballorganisationen berücksichtigt.
Was diese Entwicklung für die Schweiz bedeutet
Im internationalen Vergleich arbeitet die Schweizer Super League mit einem wesentlich kleineren wirtschaftlichen Fundament.
Für Schweizer Klubs sind deshalb internationale Wettbewerbe, Spielerverkäufe und die Entwicklung eigener Talente besonders wichtig.
Teilnahmen an europäischen Wettbewerben bringen zusätzliche Einnahmen und erhöhen die internationale Sichtbarkeit.
Gleichzeitig zeigt der Vergleich, weshalb Schweizer Vereine auf dem Transfermarkt häufig nicht mit den finanzstärksten Klubs aus England, Deutschland oder Spanien konkurrieren können.
Umsatz ist nicht gleich Gewinn
Bei allen Milliardenbeträgen ist eine Unterscheidung entscheidend: Hohe Einnahmen bedeuten nicht automatisch hohe Gewinne.
Spielergehälter, Transfers, Stadionbetrieb und Verwaltung verursachen erhebliche Kosten. Im europäischen Fussball können selbst umsatzstarke Vereine Verluste erwirtschaften.
Die finanzielle Vormachtstellung des Fussballs bleibt dennoch beeindruckend. Durch seine weltweite Verbreitung besitzt er eine Reichweite, die keine andere Sportart in vergleichbarer Form erreicht.
Die NFL wiederum beweist, wie erfolgreich sich ein einzelner Wettbewerb wirtschaftlich organisieren und vermarkten lässt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert
