Gaming 2026: Fünf Spiele, grosse Trends und was Spieler und Familien wissen sollten

Das Gaming-Jahr 2026 lebt von Gegensätzen. Ein Piratenklassiker kehrt technisch komplett erneuert zurück, Master Chief betritt erstmals regulär eine PlayStation, James Bond bekommt eine eigene Origin-Story und Marvel-Helden liefern sich spektakuläre 4-gegen-4-Duelle. Gleichzeitig beweist ein strategischer Indie-Deckbuilder, dass enorme Spielerzahlen weder Hollywood-Lizenz noch fotorealistische Grafik voraussetzen. Fünf aktuelle Games zeigen besonders gut, was 2026 gerade funktioniert.

Auffällig ist dabei weniger ein einzelner Genretrend als die Vielfalt. Remakes werden ambitionierter, Plattformgrenzen verlieren an Bedeutung und bekannte Marken müssen spielerisch mehr bieten als ihren Namen. Parallel gewinnen Titel an Gewicht, die auf starke Mechaniken, Community und hohen Wiederspielwert setzen. Assassin’s Creed Black Flag Resynced, Halo: Campaign Evolved, 007 First Light, MARVEL Tōkon: Fighting Souls und Slay the Spire 2 stehen exemplarisch für diese Entwicklung.

Fünf Games im schnellen Überblick



Assassin’s Creed Black Flag Resynced: zurück auf die Jackdaw

Kaum ein Assassin’s-Creed-Teil besitzt bis heute einen ähnlich eigenständigen Charakter wie Black Flag. Das Original von 2013 verband Assassinen, karibische Inseln und historische Piraten mit einem Spielsystem, in dem das eigene Segelschiff beinahe ebenso wichtig wurde wie Hauptfigur Edward Kenway.

2026 hat Ubisoft dieses Abenteuer nicht einfach höher aufgelöst. Black Flag Resynced ist ein technisch und spielerisch überarbeitetes Remake auf Basis der aktuellen Anvil-Engine.

Die Karibik erhält ein neues Beleuchtungssystem mit Raytracing, dynamisches Wetter und deutlich detailliertere Umgebungen. Auch die Übergänge zwischen verschiedenen Bereichen der offenen Welt wurden modernisiert.

Entscheidender sind jedoch Veränderungen am Spiel selbst. Kampfsystem und Kontermechaniken wurden angepasst, Schleichpassagen flexibler gestaltet und einige der berüchtigten Verfolgungsmissionen des Originals entschärft. Neue Inhalte erweitern ausserdem die Geschichten bekannter Piratenfiguren.

Die Jackdaw bleibt dennoch das Zentrum vieler Erlebnisse. Auf hoher See werden gegnerische Schiffe verfolgt, beschossen und geentert. Inseln, Wracks und Siedlungen unterbrechen die Fahrten durch die Karibik.

Damit trifft Ubisoft einen interessanten Punkt zwischen Bewahren und Verändern. Das Remake soll Black Flag erkennbar lassen, zugleich aber Mechaniken überarbeiten, die sich nach mehr als einem Jahrzehnt deutlich gealtert anfühlen.

Warum das Spiel gerade so sichtbar ist

Der Erfolg beschränkt sich nicht auf nostalgische Aufmerksamkeit vor dem Release. Black Flag Resynced erreichte im Juli 2026 Platz drei der europäischen PS5-Download-Charts.

Auch die Fachkritik fällt überwiegend positiv aus. Gelobt werden insbesondere Atmosphäre und moderne Präsentation, während manche Kritiker einzelne Änderungen am Original kontrovers beurteilen.

Der Reiz liegt gerade darin: Black Flag war schon 2013 ungewöhnlich stark darin, das eigentliche Assassin’s-Creed-Konzept zeitweise in den Hintergrund treten zu lassen. Das Remake bringt dieses Piratengefühl auf aktuelle Hardware zurück.

Halo: Campaign Evolved: Master Chief überschreitet die Plattformgrenze

Halo ist weit mehr als eine bekannte Shooter-Serie. Das ursprüngliche Halo: Combat Evolved gehörte 2001 zu den Titeln, die Microsofts erste Xbox überhaupt als Spieleplattform etablierten.

25 Jahre später passiert etwas, das damals praktisch undenkbar gewesen wäre: Ein neues Halo erscheint regulär auf einer PlayStation.

Halo: Campaign Evolved ist ein von Grund auf modernisiertes Remake der Kampagne von Combat Evolved. Halo Studios erneuert Grafik, Zwischensequenzen und Steuerung, behält aber den Kern des ursprünglichen Shooters bei.

Das bedeutet weiterhin: offene Kampfarenen, wechselnde Waffen, Fahrzeuge, aggressive Aliengegner und eine Kampagne, deren Rhythmus weniger von Erfahrungspunkten und Skilltrees als von der jeweiligen Gefechtssituation bestimmt wird.

Neu hinzu kommen drei Prequel-Missionen mit Master Chief und Sergeant Johnson. Darüber hinaus wurde das Arsenal erweitert.

Online lässt sich die Kampagne mit bis zu vier Spielern angehen. Crossplay und plattformübergreifender Fortschritt unterstreichen, wie stark sich Microsofts Strategie seit den frühen Xbox-Jahren verändert hat.

Ein Halo auf PlayStation ist mehr als eine Randnotiz

Campaign Evolved erreichte im Juli Platz sieben der europäischen PS5-Download-Charts. Bemerkenswert ist dabei weniger die Zahl allein als die Plattform.

Eine Serie, die jahrzehntelang als Symbol der Xbox galt, steht heute im gleichen digitalen Store wie klassische PlayStation-Marken.

Die Fachkritik bewertet das Remake überwiegend positiv. Gleichzeitig wird diskutiert, ob ein weiteres Remake des ersten Halo notwendig war und ob die modernisierte Präsentation die besondere Ästhetik des Originals vollständig bewahren kann.

Gerade diese Diskussion macht Campaign Evolved interessant. Das Spiel ist Remake, Jubiläumsprojekt und sichtbares Zeichen einer Spieleindustrie, in der frühere Plattformgrenzen zunehmend durchlässig werden.


First-Person-Shooter gehören weiterhin zu den wichtigsten Gaming-Genres. Halo: Campaign Evolved verbindet die Spielmechanik eines Klassikers mit aktueller Technik und neuen Plattformen.

007 First Light: James Bond muss sich die Doppelnull erst verdienen

Ein Bond-Spiel vom Entwickler der modernen Hitman-Reihe klingt beinahe zu naheliegend.

IO Interactive hat bei 007 First Light dennoch darauf verzichtet, einfach Agent 47 gegen James Bond auszutauschen. Das Spiel erzählt eine eigenständige Geschichte über einen jungen Bond, der sich noch im Ausbildungsprogramm des MI6 befindet.

Der spätere Agent 007 ist hier talentiert und selbstbewusst, aber noch nicht vollständig jener kontrollierte Geheimagent, den Jahrzehnte Filmgeschichte geprägt haben.

Diese Ausgangslage gibt dem Entwickler mehr Freiheit. First Light muss keinen bestehenden Film nacherzählen und keinen früheren Bond-Darsteller digital imitieren.

Stattdessen entsteht eine neue Origin-Story mit bekannten Rollen wie M, Q und Moneypenny.

Hitman-DNA trifft Blockbuster-Action

Spielerisch bewegt sich First Light zwischen mehreren Welten. Schleichen, Beobachten und alternative Lösungswege erinnern an Hitman. Dazu kommen Nahkämpfe, Schusswechsel, Gadgets und grosse Actionsequenzen.

Gerade diese Mischung passt erstaunlich gut zur Figur.

Bond funktioniert dann am besten, wenn ein scheinbar eleganter Plan plötzlich auseinanderfällt und improvisiert werden muss. Ein Spiel kann diesen Wechsel zwischen kontrollierter Infiltration und spektakulärer Eskalation unmittelbar erlebbar machen.

Die internationale Fachkritik hat First Light stark aufgenommen. Auf Metacritic liegt die PS5-Version derzeit im hohen 80er-Bereich.

Auch kommerziell hält sich das im Mai erschienene Spiel sichtbar: Im Juli stand First Light weiterhin in den europäischen PS5-Top-Ten.

Warum Bond als Game wieder funktioniert

007 hatte im Gaming schon viele Leben. GoldenEye 007 prägte in den 1990er-Jahren sogar das Konsolen-Shooter-Genre. Spätere Bond-Spiele konnten diese Bedeutung jedoch selten erreichen.

First Light verfolgt einen anderen Ansatz. Nicht die Filmsynchronität steht im Vordergrund, sondern die Frage, welche Spielmechanik zur Figur passt.

IO Interactive bringt dafür einen entscheidenden Erfahrungsschatz mit: offene Level, Beobachtung, Tarnung, improvisierte Pläne und Situationen, in denen mehrere Lösungen funktionieren.

Dadurch fühlt sich die Lizenz weniger wie eine aufgesetzte Hülle an.

MARVEL Tōkon: Fighting Souls: Superhelden treffen auf Arc System Works

Marvel-Spiele gibt es viele. MARVEL Tōkon: Fighting Souls fällt trotzdem sofort auf.

Verantwortlich ist Arc System Works, das japanische Studio hinter Fighting Games wie Guilty Gear. Der grafische Stil verbindet entsprechend Comicästhetik mit stark stilisierten Anime-Einflüssen.

Gekämpft wird in Teams aus vier Charakteren.

Zum Start stehen 20 spielbare Helden und Schurken zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Spider-Man, Iron Man, Captain America, Wolverine, Storm, Black Panther und Doctor Doom.

Die Teamzusammenstellung ist dabei mehr als Dekoration. Charaktere unterstützen einander, wechseln sich ab und ermöglichen unterschiedliche Kombos und Synergien.

Einsteigerfreundlich heisst nicht automatisch einfach

Fighting Games besitzen traditionell ein Zugangsproblem. Wer neu einsteigt, trifft online schnell auf Gegner, die Bewegungsabläufe, Matchups und Kombos seit Jahren trainieren.

Tōkon versucht, diese Einstiegshürde zu reduzieren.

Besonders interessant sind die sogenannten Level-Up-Missions. Sie verlangen nicht immer eine exakt vorgegebene Tastenkombination. Stattdessen formulieren sie Aufgaben, etwa eine bestimmte Schadensmenge zu erreichen oder eine Sequenz mit einem bestimmten Angriff abzuschliessen.

Dadurch wird stärker vermittelt, warum eine Mechanik funktioniert.

Gleichzeitig bleibt unter der zugänglicheren Oberfläche ein komplexes Fighting Game mit Assists, Ressourcenmanagement, Combos und Teamstrategien.

Viel Aufmerksamkeit, aber kein störungsfreier Start

MARVEL Tōkon erschien erst am 6. August und gehört damit zu den frischesten Titeln dieser Auswahl.

Die Aufmerksamkeit ist hoch. Beim ersten grossen Turnier traten bereits mehr als 1’000 Teilnehmer an. Das zeigt, wie schnell sich rund um das Spiel eine kompetitive Szene entwickelt.

Der Start verläuft dennoch nicht ohne Kritik. Auf Steam fallen die Nutzerbewertungen derzeit gemischt aus. Diskutiert werden unter anderem technische und PC-spezifische Probleme.

Gerade deshalb ist Tōkon ein interessanter Kandidat für die kommenden Monate. Das spielerische Fundament findet sichtbar Fans, gleichzeitig wird entscheidend sein, wie Arc System Works auf die Kritik nach dem Launch reagiert.


Fighting Games leben besonders vom direkten Wettbewerb. MARVEL Tōkon verbindet zugängliche Grundmechaniken mit Teamkombinationen, Assists und wachsender kompetitiver Tiefe.

Slay the Spire 2: Der stille Riese zwischen den Blockbustern

Zwischen James Bond, Marvel, Halo und Assassin’s Creed wirkt Slay the Spire 2 zunächst wie der Aussenseiter.

Es gibt keine millionenschwere Filmfigur, keine fotorealistische offene Welt und keine jahrzehntelang aufgebaute Konsolenmarke.

Dafür besitzt Mega Crit etwas anderes: ein Spielprinzip, das mit dem ersten Slay the Spire ein eigenes Genre entscheidend geprägt hat.

Der zweite Teil erschien am 5. März 2026 im Steam Early Access.

Das Grundprinzip bleibt vertraut. Während eines Durchgangs entsteht aus gefundenen und ausgewählten Karten Schritt für Schritt ein Deck. Angriffe, Verteidigung, Effekte und Kombinationen müssen zu einer Strategie zusammenwachsen.

Hinzu kommen Relikte, Ereignisse, unterschiedliche Gegner und Entscheidungen über den nächsten Weg durch den Spire.

Nach einer Niederlage beginnt ein neuer Durchgang. Das klingt repetitiv, erzeugt aber gerade durch ständig wechselnde Kombinationen den typischen „noch eine Runde“-Effekt.

Koop verändert die bekannte Formel

Eine der auffälligsten Neuerungen ist der Koop-Modus für bis zu vier Spieler.

Damit wird aus einer traditionell sehr persönlichen Strategieerfahrung ein gemeinsames Experiment. Karten und Fähigkeiten können Synergien entwickeln, Entscheidungen betreffen plötzlich mehrere Decks und Fehlentscheidungen werden gemeinsam ausgebadet.

Mega Crit hat ausserdem neue und zurückkehrende Charaktere, Gegner, Umgebungen und Ereignisse integriert.

Der Entwickler betont, dass bereits die Early-Access-Version umfangreicher als der erste Teil ist. Gleichzeitig wird das Spiel während dieser Phase weiter ausgebaut und ausbalanciert.

Zehntausende spielen Monate nach dem Start gleichzeitig

Die Zahlen zeigen, weshalb Slay the Spire 2 in einer Liste angesagter Games nicht fehlen darf.

Zum Start erreichte das Spiel auf Steam einen Peak von mehr als einer halben Million gleichzeitig aktiver Spieler. Selbst im August bewegen sich die gleichzeitigen Spielerzahlen weiterhin regelmässig im hohen fünfstelligen Bereich.

Für einen strategischen Deckbuilder eines unabhängigen Studios ist das bemerkenswert.

Mega Crit verändert inzwischen den Update-Rhythmus. Statt sehr häufig kleinere Patches zu veröffentlichen, soll mehr Zeit in grössere Inhalte fliessen. Geplant sind unter anderem zusätzliche Spielbereiche und ein weiterer Charakter.

Der Early Access bleibt damit tatsächlich eine Entwicklungsphase und nicht nur eine Vorabveröffentlichung mit fertigem Inhalt.


Gaming 2026 zeigt sich besonders vielseitig: grosse Marken, kompetitive Titel und Indie-Erfolge konkurrieren gleichzeitig um die Aufmerksamkeit der Spieler.

Was die fünf Spiele über Gaming 2026 erzählen

Auf den ersten Blick haben die Titel erstaunlich wenig gemeinsam.

Black Flag ist ein grosses Open-World-Abenteuer. Halo steht für klassischen Shooter-Kampf. First Light setzt auf Agentenfantasie und cineastische Inszenierung. Tōkon will eine kompetitive Community aufbauen. Slay the Spire 2 besteht im Kern aus Karten, Zahlen und Entscheidungen.

Gerade deshalb ergeben sie zusammen ein interessantes Bild der aktuellen Spielelandschaft.

Remakes müssen heute mehr leisten

Black Flag Resynced und Halo: Campaign Evolved zeigen, wie sich die Erwartung an Remakes verändert hat.

Höhere Auflösung und bessere Texturen reichen bei einem grossen Vollpreisprojekt kaum noch aus. Spieler erwarten modernisierte Steuerung, neue Inhalte, Komfortfunktionen und nachvollziehbare Gründe für eine erneute Veröffentlichung.

Gleichzeitig darf ein Remake das ursprüngliche Spielgefühl nicht vollständig verlieren.

Dieser Balanceakt gehört zu den schwierigsten Aufgaben der Branche. Was für einen Teil der Community eine überfällige Modernisierung ist, wirkt für andere wie ein unnötiger Eingriff in einen Klassiker.

Plattformexklusivität verliert an Bedeutung

Halo auf PlayStation ist das deutlichste Symbol.

Noch vor wenigen Jahren waren grosse Exklusivtitel ein zentrales Argument beim Konsolenkauf. 2026 bewegen sich Publisher stärker in Richtung Reichweite.

PC-Veröffentlichungen gehören bei vielen Konsolenspielen längst zum Normalfall. Selbst frühere Grenzen zwischen Xbox und PlayStation werden durchlässiger.

Für Spiele selbst kann das grössere Communities bedeuten. Gerade bei Koop- und Multiplayer-Titeln gewinnt Crossplay dadurch zusätzlich an Bedeutung.

Bekannte Marken funktionieren nur mit einer passenden Spielidee

James Bond und Marvel bringen enorme Bekanntheit mit. Sie garantieren aber noch kein gutes Game.

First Light profitiert davon, dass IO Interactive bereits Erfahrungen mit Stealth, offenen Missionsgebieten und improvisierten Lösungen besitzt.

MARVEL Tōkon wiederum landet bei einem Studio, dessen Kernkompetenz seit Jahren komplexe Fighting Games sind.

Die interessantesten Lizenzspiele entstehen deshalb häufig dann, wenn Marke und Entwickler tatsächlich zusammenpassen.

Indies können mit den grössten Namen konkurrieren

Slay the Spire 2 ist der Gegenentwurf zum Lizenz-Blockbuster.

Das Spiel muss keine virtuelle Karibik rendern und keinen Hollywood-Star digital nachbauen. Seine Stärke entsteht durch Systeme, die immer neue Entscheidungen produzieren.

Dass Monate nach Veröffentlichung weiterhin Zehntausende gleichzeitig spielen, zeigt den Wert dieses Ansatzes.

Technische Grösse und spielerische Bedeutung sind längst nicht dasselbe.

Hype ist kein Qualitätssiegel

Hohe Download-Zahlen, Twitch-Präsenz oder Diskussionen in sozialen Netzwerken bedeuten nicht automatisch, dass ein Spiel für jeden funktioniert.

Gerade MARVEL Tōkon zeigt, wie gleichzeitig Begeisterung und Kritik entstehen können. Die Turnierszene entwickelt sich schnell, während PC-Spieler technische Probleme bemängeln.

Bei Slay the Spire 2 kommt der Early-Access-Status hinzu. Inhalte und Balance können sich noch deutlich verändern.

Remakes wiederum richten sich an zwei sehr unterschiedliche Gruppen: neue Spieler ohne Erinnerungen an das Original und Fans, die jede Veränderung mit einer jahrelang vertrauten Version vergleichen.

Aktuelle Popularität ist deshalb vor allem ein Hinweis darauf, welche Spiele gerade kulturelle Aufmerksamkeit erzeugen.

Vor dem Download: Altersfreigaben bleiben relevant

Die fünf vorgestellten Spiele richten sich nicht automatisch an dieselbe Altersgruppe.

Shooter, Action-Adventures und Fighting Games unterscheiden sich hinsichtlich Gewaltdarstellung, Sprache und weiterer Inhalte. Gerade bei jüngeren Spielern sollte deshalb nicht allein der Bekanntheitsgrad einer Marke entscheiden.

Marvel-Superhelden oder eine populäre Spielreihe bedeuten nicht automatisch, dass jeder Titel für jedes Alter gedacht ist.

In der Schweiz wurden die rechtlichen Grundlagen für einen einheitlicheren Jugendschutz bei Filmen und Videospielen in den vergangenen Jahren neu geregelt. Der belmedia-Beitrag zum Jugendschutz bei Filmen und Videospielen ordnet die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen ein.

Alterskennzeichnungen geben dabei Orientierung über Inhalte. Sie ersetzen jedoch nicht die Beschäftigung mit dem jeweiligen Spiel.

Wenn aus „noch einer Runde“ drei Stunden werden

Gute Games haben ein Luxusproblem: Sie machen das Aufhören schwer.

Das gilt besonders für Spiele mit kurzen Durchgängen oder ständig sichtbaren nächsten Zielen. Slay the Spire 2 erzeugt schnell den Gedanken, nach einer Niederlage direkt einen neuen Versuch zu starten. Fighting Games motivieren zur nächsten Runde, während offene Welten hinter dem nächsten Horizont bereits die nächste Aktivität platzieren.

Lange Sessions bedeuten entsprechend viel Zeit am Bildschirm.

Der aktuelle digital.ch-Ratgeber über müde Augen und sinnvolle Pausen bei langer Bildschirmnutzung erklärt, weshalb regelmässige Blickwechsel, Blinzeln und echte Unterbrechungen angenehmer sind als der direkte Wechsel vom Gaming-Monitor zum Smartphone.

Gerade bei intensiven Spielabenden lohnt zusätzlich Bewegung zwischen längeren Sessions. Die virtuelle Welt läuft nicht davon.

Video: Black Flag Resynced bringt die Karibik zurück



Der offizielle deutschsprachige Trailer von Ubisoft zeigt, wie umfassend Assassin’s Creed Black Flag Resynced den Piratenklassiker modernisiert. Zu sehen sind Edward Kenway, Seeschlachten, Entermanöver und die neu gestaltete Karibik. Besonders deutlich wird der technische Sprung bei Beleuchtung, Umgebung und Inszenierung. Gleichzeitig bleibt das zentrale Spielgefühl des Originals erhalten: mit der Jackdaw über die offene See fahren, gegnerische Schiffe angreifen und Inseln erkunden.

Warum diese fünf Spiele 2026 hängen bleiben

Die interessanteste Erkenntnis des Gaming-Jahres ist vielleicht, dass es den einen grossen Trend nicht gibt.

Assassin’s Creed Black Flag Resynced zeigt, wie viel Potenzial in einem gut gewählten Remake steckt. Halo: Campaign Evolved macht sichtbar, wie stark alte Plattformgrenzen bröckeln. 007 First Light beweist, dass eine bekannte Lizenz durch den richtigen Entwickler wieder spielerisch relevant werden kann.

MARVEL Tōkon: Fighting Souls bringt eine riesige Marke in ein technisch anspruchsvolles Fighting Game und muss nun zeigen, wie schnell die Startprobleme behoben werden. Slay the Spire 2 wiederum braucht weder Hollywood noch fotorealistische Grafik, um eine enorme Community zu beschäftigen.

Genau diese Spannweite macht Gaming 2026 interessant. Zwischen Piratenschiffen, Ringwelten, Geheimagenten, Superhelden und digitalen Kartendecks entscheidet am Ende weiterhin der gleiche Faktor: Ein Spiel muss einen guten Grund liefern, nach dem ersten Start noch einmal zurückzukehren.

 

Bildquellen: Titelbild: Adobe Stock/Arsenii; Bild 1: Adobe Stock/Gorodenkoff; Bild 2: Adobe Stock/Mediteraneo; Bild 3: Adobe Stock/Arsenii




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