Von Luftfahrt bis Raumfahrt: ILA Berlin 2026 als Plattform für Kooperationen und Innovationen

An den Fachbesuchertagen der ILA Berlin 2026 standen internationale Kooperationen, strategische Partnerschaften und Industrieabschlüsse im Fokus. Mit dem heutigen Freitag enden die Fachbesuchertage der ILA Berlin 2026, bevor die Messe am Wochenende ihre Türen für das private Publikum öffnet.

750 Aussteller aus 37 Ländern präsentieren auf der ILA ihre Innovationen aus Aviation, Space und Defence und nutzten die Messe an den Fachbesuchertagen als Plattform für Geschäftsabschlüsse, strategische Kooperationen und neue Partnerschaften.

„Diese ILA bricht Rekorde – und übertrifft sämtliche Erwartungen. Unsere Mitglieder berichten von einer Gesprächs- und Verhandlungsdynamik wie lange nicht: breiter, konkreter, verbindlicher. Verträge, MoUs und Produktpremieren zeigen, dass die Luft- und Raumfahrt als Schlüsselbranche für Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und technologische Souveränität neu wahrgenommen wird. Die Fachbesuchertage haben gezeigt: Die ILA der Rekorde ist zugleich eine ILA des Aufbruchs“, sagt Marie-Christine von Hahn, Hauptgeschäftsführerin BDLI.


Eröffnugnsrundgang – Unterzeichnung zwischen Airbus und Lufthansa 

Luftfahrt: Partnerschaften für nachhaltige Flugzeugtechnologien

Zum Auftakt der ILA unterzeichneten die Lufthansa Group und Airbus im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz eine strategische Vereinbarung anlässlich ihrer 50-jährigen Partnerschaft. Dazu zählt unter anderem ein Komponenten-Servicevertrag für die gesamte Airbus-A220-Flotte. Zudem bekräftigten Airbus und die Lufthansa Group ihr gemeinsames Engagement für eine nachhaltigere Luftfahrt.

Das Clean Aviation Joint Undertaking sowie das Land Brandenburg und der Freistaat Sachsen unterzeichneten eine strategische Kooperation. Das Memorandum of Cooperation der beiden Bundesländer zusammen mit dem Forschungs- und Innovationsprogramm für die Luftfahrt der Europäischen Union zielt auf die strategische Zusammenarbeit bei der Entwicklung nachhaltiger Flugzeugtechnologien ab.

Auch der Flugzeugentwickler VÆRIDION meldete auf der ILA wichtige Fortschritte für sein elektrisches Regionalflugzeug Microliner. Das Unternehmen sicherte sich mehr als 100 neue Flugzeuge für Cargo- und Passagierkonfigurationen in Europa. Zudem vereinbarte VÆRIDION eine erste kommerzielle Zusammenarbeit mit General Atomics für sein luftgestütztes Batteriesystem und schloss erfolgreich die Preliminary Design Review ab – ein zentraler technischer Meilenstein auf dem Weg zum Erstflug.

Verteidigung: Zusammenarbeit für Europas Sicherheit

Verteidigungsminister Boris Pistorius und sein montenegrinischer Amtskollege Dragan Krapović unterzeichneten auf der ILA ein Abkommen zu geplanten Government-to-Government-Verkäufen. Dieses ermöglicht den Verkauf von Verteidigungsausrüstung zwischen den beiden Ländern.

Airbus Defence and Space vereinbarte mehrere strategische Partnerschaften. Dazu gehören Kooperationen mit dem ukrainischen Technologieunternehmen SkyFall, mit Alta Ares im Bereich Drohnenabwehr sowie mit Quantum Systems zur Integration moderner Abwehrsysteme in Militärhubschrauber.

Airbus Defence and Space und Diehl Defence intensivieren zudem ihre Zusammenarbeit im Bereich integrierter Luft- und Raketenabwehrsysteme.

Rheinmetall, ERC System und das Land Nordrhein-Westfalen schlossen eine strategische Partnerschaft zur Vorbereitung der Produktion der Schwerlastdrohne Victor U250.

Das Land Berlin und Israel Aerospace Industries unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Gründung eines Innovationszentrums für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung. Weitere Vereinbarungen wurden unter anderem von HENSOLDT, Diehl Defence und Spire Global bekanntgegeben.

Raumfahrt: Gemeinsame Projekte für Europas Zugang zum All

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die ArianeGroup verlängerten ihre Rahmenkooperation zur Weiterentwicklung europäischer Trägersysteme und Antriebe. Ziel ist ein unabhängiger europäischer Zugang zum Weltraum.

Mit dem US-Unternehmen Starlab Space vereinbarte das DLR die Nutzung von Experimentierfächern im geplanten Weltraumlabor. Zudem wurde eine Zusammenarbeit mit der kanadischen Conair Group im Bereich der Brandbekämpfung aus der Luft beschlossen.

Die Europäische Weltraumorganisation ESA und die Europäische Kommission unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung zu In-Space Operations and Services. Ziel ist der Aufbau einer europäischen Führungsrolle bei Wartungs- und Serviceleistungen im Orbit.

Darüber hinaus unterzeichnete Thales Alenia Space einen Vertrag mit der ESA zur Entwicklung der beiden Sentinel-1 Next-Generation-Satelliten. Die Satelliten sollen künftig Beobachtungsdaten für Umweltschutz, Klimaüberwachung, Naturkatastrophenbewertung und weitere gesellschaftliche Anwendungen bereitstellen.

 

Quelle: ILA Berlin / BDLI
Bildquelle: Messe Berlin




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