Studie 2026: Bargeld verliert weiter an Bedeutung im Handel

„Etwa jede fünfte unbare Zahlung an den Kassen des Einzelhandels tätigt die Kundschaft mittlerweile mobil.“ So bringt Horst Rüter, Mitglied der Geschäftsleitung des EHI Retail Institute, die Studie „Zahlungssysteme im deutschen Einzelhandel 2026“ auf den Punkt. Bargeld liegt mit 50,5 Prozent gegenüber der Karte mit 48,1 Prozent nur noch leicht vorne.

19,3 Prozent der unbaren Zahlungen sind 2025 an der Ladentheke mobil bezahlt worden – 2024 waren es laut EHI nur 12,8 Prozent. Das entspricht 9,3 Prozent der insgesamt 20 Milliarden jährlichen Zahlungsvorgänge. Fast neun von zehn Kartenzahlungen in Deutschland werden demnach inzwischen durch Vorhalten von Karte oder Smartphone kontaktlos durchgeführt.

Kontaktlos statt Bargeld

Der Online-Payment-Trend hat unverändert starke Auswirkungen auf den Umsatzanteil der Barzahlung. Dieser verringert sich auf 32,3 Prozent (2024: 33,8 Prozent). Der Umsatzanteil der Karte hingegen wächst auf 65,1 Prozent (2024: 63,5 Prozent). Mit 40,5 Prozent entfällt der grösste Teil davon auf die Girocard, wenngleich sie um einen Prozentpunkt leicht verliert.

Debitkarten weiter gefragt

Internationale Debitkarten von Visa und Mastercard verzeichnen ein starkes Wachstum um 2,5 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent. Auf Kreditkarten entfallen 8,2 Prozent, die SEPA-Lastschrift kommt auf 6,4 Prozent. Insgesamt beläuft sich laut der aktuellen EHI-Untersuchung der Kartenumsatz auf 328,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 14,5 Milliarden Euro entspricht.

 

Quelle: EHI Retail Institute
Bildquelle: Symbolbild © Dragon Images/Shutterstock.com




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