Burnout: Wenn Chefs erschöpft sind, leidet die Leistung des gesamten Teams
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag Arbeitswelt Beruf Beschäftigung Betrieb Bildung & Arbeit Business Business business24.ch businessaktuell.ch Dienstleistungen Experten Forschung Gesundheit Hochschule Karriere Krankheiten Lifestyle Magazine Management nachrichtenticker.ch News Personal Prävention Themen Tipps Unternehmen Verbreitung Wirtschaft xund24.ch
Das Burnout einer Führungskraft strahlt auf dessen Untergebene aus. Laut einer Studie der Universität von Vaasa leidet das gesamte Team dann unter einem Mangel an Motivation.
Die Leistung lässt nach. Im Extremfall verringert sich die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, dem das Team angehört.
Freude an der Arbeit wichtig
Jussi Tanskanen nach fehlen einer erschöpften Führungskraft die Ressourcen, um qualitativ hochwertige Beziehungen zu Untergebenen aufrechtzuerhalten, was zu einem Einbruch des Engagements der Mitarbeiter führt. Ursache sei die zunehmende Intensivierung der Arbeitswelt.
Tanskanens Arbeit liefert neue Erkenntnisse darüber, wie Investitionen in die Qualität der Vorgesetzten-Untergebenen-Beziehungen für Unternehmen ein wirksames Mittel zur Verbesserung der Leistung und des Wohlbefindens der Mitarbeiter sein können. Das lasse sich beispielsweise erreichen, wenn ein Unternehmen dafür sorgt, dass seine Führungskräfte sich wohlfühlen.
„Im besten Fall bereitet es Führungskräften Freude, ihre Aufgaben zu bewältigen, sodass die Arbeit neue Energien weckt“, so Tanskanen. Seine Untersuchung zeigt, dass eine hochwertige wechselseitige Beziehung zwischen Führungskräften und den Mitgliedern ihres Teams eine wichtige Ressource ist. Dank guter Beziehung werde die Arbeit von beiden Seiten als leichter empfunden und Belohnungen kämen bei Mitarbeitern besser an.
Geld als Belohnung reicht nicht
„In einer schlechten Beziehung bleibt die Kommunikation formell, was zu einem Gefühl der Ungerechtigkeit und einer gespaltenen Belegschaft führen kann“, so der frisch Promovierte der Universität von Vaasa. Vorgesetzte müssten über die Mittel verfügen, ihre Untergebenen mit mehr als nur Geld zu belohnen, beispielsweise durch Anerkennung und mehr Autonomie.
„Ist ein Vorgesetzter lediglich ein Ausführender ohne Handlungsspielraum im mittleren Management, leidet das Vertrauen in der Beziehung“, ergänzt Tanskanen. Remote-Arbeit im Home Office verstärke noch den Bedarf nach guten Beziehungen, da die Kontakte zu Kollegen spärlicher würden. „Dann wird der Vorgesetzte zur wichtigsten Verbindung des Mitarbeiters zum gesamten Unternehmen“, meint der Experte abschliessend.
Quelle: pressetext.redaktion/Wolfgang Kempkens
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