OLMA 2026 in St.Gallen: Tiere, Technik und Genuss mit Gastkanton Schwyz und Brauchtum
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag Ausstellungen Bau Betrieb Betrieb Bildung Bildung & Arbeit Business business24.ch businessaktuell.ch Dienstleistungen Eltern elterntipps.ch Ernährung Essen & Trinken Events Events events24.ch Familie familie.ch Familienleben Familienreisen Gastronomie Getränke gourmetnews.ch gourmettipp.ch Handel handwerker24.ch Haus Haus, Garten & Einrichtung Herbst hometipp.ch Innovation Inspiration Jahreszeiten Kulinarik Kultur Magazine Maschinen Messen Nachhaltigkeit nachrichtenticker.ch Natur & Naturereignisse Natur & Umwelt News Nutztiere Orte Produkte Regionen Reisen Reisen & Ausflüge reiseziele.ch Renovation Schweiz Schweiz Schwyz St.Gallen Städte Themen Tiere Tierwelt Tipps tourismus.ch Trends Trips Unternehmen Verbreitung Wirtschaft Wohnen
Rinder in der Arena, regionale Spezialitäten, Landtechnik und gelebtes Brauchtum: Die OLMA bringt Landwirtschaft, Ernährung und gesellschaftliche Themen mitten nach St.Gallen. Was 1943 als Leistungsschau in einer schwierigen Zeit begann, hat sich zu einer der bedeutendsten Publikumsmessen der Schweiz entwickelt.
Die elftägige Herbstmesse verbindet Fachwissen mit Unterhaltung und direkte Begegnungen mit wirtschaftlichem Austausch. Bauernfamilien, Lebensmittelproduzenten, Verbände, Unternehmen und Kantone präsentieren ihre Arbeit einem breiten Publikum. Die nächste Ausgabe findet vom 8. bis 18. Oktober 2026 statt. Gastkanton der 83. OLMA ist Schwyz.
Eine Messe zwischen Fachwelt und Volksfest
Der vollständige Name lautet „OLMA Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung“. In der öffentlichen Wahrnehmung reicht ihre Bedeutung jedoch weit über eine klassische Fachmesse hinaus. Die OLMA ist Ausstellung, Marktplatz, Wissensplattform und gesellschaftlicher Treffpunkt zugleich.
Landwirtschaftliche Betriebe treffen auf Verarbeiter, Händler, Forschungseinrichtungen, Behörden und Konsumenten. Im selben Gelände stehen Nutztiere, Maschinen, Lebensmittel, Haushaltsprodukte und gesellschaftliche Sonderschauen nebeneinander. Diese Mischung erklärt, weshalb sich Fachpublikum, Familien, Schulklassen und Ausflügler gleichermassen für die Messe interessieren.
Die Tiere und Vorführungen in der Arena gehören zu den sichtbarsten Teilen der OLMA. Daneben prägen Degustationen, Produktpräsentationen, Informationsstände, Wettbewerbe und kulturelle Darbietungen das Geschehen. Im Umfeld der Messe entsteht während elf Tagen ein Volksfest, das weit in die Stadt hineinwirkt.
Die Grösse lässt sich an der jüngsten abgeschlossenen Ausgabe ablesen: 2025 wurden rund 335’000 Eintritte gezählt. Mehr als 640 Aussteller präsentierten Produkte, Dienstleistungen und Projekte. Solche Zahlen machen deutlich, dass die OLMA neben ihrer landwirtschaftlichen Funktion eine erhebliche Bedeutung für Handel, Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungswirtschaft besitzt.
Die Anfänge während des Zweiten Weltkriegs
Die erste OLMA fand vom 7. bis 17. Oktober 1943 statt. Sie war die dritte landwirtschaftliche Ausstellung, die während der Kriegsjahre in St.Gallen durchgeführt wurde. Ernährungssicherheit, ein möglichst hoher Selbstversorgungsgrad und die Leistungsfähigkeit der einheimischen Landwirtschaft besassen damals eine unmittelbare politische Bedeutung.
An der ersten Ausgabe nahmen 150 Waren- und Tieraussteller teil. Die Messe verzeichnete 91’500 Eintritte. Präsentiert wurden unter anderem Maschinen, Geräte, Gross- und Kleinvieh, Milchwirtschaft, Mostverwertung, Waldwirtschaft, Weinbau und Pflanzenschutz.
Von Anfang an war die Ausstellung mehr als eine nüchterne Leistungsschau. Produkte konnten verglichen und verkauft werden, Tiere wurden vorgeführt, und rund um die Ausstellung entstand ein gesellschaftlicher Anlass. Diese Verbindung aus Information, Handel und Unterhaltung blieb ein Grundmerkmal der OLMA.
1946 erhielt die Messe die Anerkennung als schweizerische Messe. Sie trug fortan den Namen „Schweizer Messe für Land- und Milchwirtschaft“. Der Bundesratsentscheid stellte sie auf eine nationale Ebene und stärkte ihre Stellung neben anderen grossen Schweizer Messeplätzen.
1950 präsentierte sich der Thurgau als erster Gastkanton. Drei Jahre später wurde die Genossenschaft OLMA gegründet. Zu den Trägern gehörten neben Stadt und Kanton St.Gallen mehrere Ostschweizer Kantone sowie das Fürstentum Liechtenstein. Diese breite Abstützung machte aus der regionalen Ausstellung eine Institution mit überkantonaler Bedeutung.
Vom provisorischen Ausstellungsgelände zum festen Messeplatz
In den Anfangsjahren verteilte sich die OLMA auf Zelte und provisorische Hallen im Kantonsschulpark, im Stadtpark und auf dem Brühlareal. Mit steigenden Besucherzahlen und einer wachsenden Zahl von Ausstellern wurden dauerhafte Lösungen erforderlich.
1962 stimmte die Stadt St.Gallen der definitiven Verlegung auf das St.Jakob-Areal zu. Für den Ausbau wurden später Holzhallen der Landesausstellung Expo 64 in Lausanne übernommen. Schrittweise entstand daraus ein Messegelände mit festen Hallen, Veranstaltungsräumen und einer Arena.
Der heutige Standort liegt nahe am Stadtzentrum. Diese Lage trägt wesentlich dazu bei, dass die OLMA nicht als abgeschlossener Messebetrieb erscheint. Während der Veranstaltung gehen Messegelände, Herbstjahrmarkt, Gastronomie und Innenstadt räumlich und atmosphärisch ineinander über.
Landwirtschaft sichtbar und verständlich machen
Ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung lebt heute ohne direkten Bezug zu einem Landwirtschaftsbetrieb. Gleichzeitig beeinflussen Entscheidungen über Tierhaltung, Pflanzenschutz, Boden, Wasser, Energie und Lebensmittelpreise den Alltag. Eine Publikumsmesse kann zwischen diesen Erfahrungswelten vermitteln.
Tierpräsentationen zeigen Merkmale unterschiedlicher Rassen und geben Einblick in Zuchtziele, Haltung und Nutzung. Fachpersonen erklären, weshalb Körperbau, Gesundheit, Milchleistung, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit gemeinsam beurteilt werden müssen. Dadurch wird deutlich, dass professionelle Tierzucht aus weit mehr als äusseren Schönheitsmerkmalen besteht.
Besondere Aufmerksamkeit erhalten die Vorführungen in der OLMA-Arena. Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen und weitere Nutztiere werden je nach Jahresprogramm vorgestellt. Gespannvorführungen und kommentierte Schauen veranschaulichen die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier.
Für Kinder schaffen Tierbereiche einen unmittelbaren Zugang zu Themen, die sonst oft abstrakt bleiben. Aus Milch wird nicht einfach ein abgepacktes Produkt, und Wolle entsteht nicht im Verkaufsgestell. Die Begegnung mit Nutztieren eröffnet Gespräche über Herkunft, Haltung, Fütterung und Verantwortung.
Dabei gelten klare Grenzen. Tiere auf einer Messe benötigen Ruhezeiten, geeignete Unterbringung, fachkundige Betreuung und Schutz vor unnötiger Belastung. Absperrungen und Hinweise des Betreuungspersonals sind einzuhalten. Streicheln oder Füttern ist nur dort angebracht, wo es ausdrücklich erlaubt wird.
Technik verändert die Arbeit auf dem Bauernhof
Landwirtschaftliche Maschinen gehören seit der ersten OLMA zum Ausstellungsangebot. Während früher vor allem die Mechanisierung körperlich belastender Arbeiten im Zentrum stand, geht es heute zusätzlich um digitale Steuerung, Ressourceneffizienz und vernetzte Betriebsabläufe.
Moderne Traktoren, Melksysteme, Fütterungsanlagen und Stalltechniken sammeln und verarbeiten zahlreiche Daten. Sensoren können beispielsweise Bewegungsmuster von Tieren erfassen oder den Zustand von Maschinen überwachen. Automatisierte Systeme erleichtern wiederkehrende Arbeiten, setzen aber Fachwissen, Wartung und eine sorgfältige Interpretation der Daten voraus.
Auch der Energieverbrauch wird wichtiger. Photovoltaikanlagen auf Scheunen, elektrische Hoftechnik, Wärmerückgewinnung und effiziente Kühlung können Betriebskosten und Emissionen beeinflussen. Welche Investition sinnvoll ist, hängt von Betriebsgrösse, Standort, Nutzung und Finanzierung ab.
Die Messe schafft einen Ort, an dem technische Lösungen unmittelbar verglichen werden können. Für Hersteller ist der direkte Kontakt eine Gelegenheit, Rückmeldungen aus der Praxis zu erhalten. Landwirtschaftliche Betriebe können Funktionen, Platzbedarf und Wartungsaufwand genauer beurteilen, als dies anhand eines Prospekts möglich wäre.
Der technische Fortschritt löst jedoch nicht jedes Problem. Eine teure Maschine muss zum Betrieb passen, zuverlässig gewartet werden und einen erkennbaren Nutzen bieten. Digitalisierung ersetzt weder Erfahrung noch genaue Beobachtung. Besonders tragfähig sind Lösungen, bei denen Technik die fachliche Entscheidung unterstützt.
Lebensmittel zwischen Handwerk, Herkunft und Vermarktung
Die OLMA zeigt die Lebensmittelkette von mehreren Seiten. Landwirtschaftliche Rohstoffe stehen neben handwerklich verarbeiteten Produkten, Gastronomieangeboten und industrieller Produktion. Dadurch wird sichtbar, wie viele Arbeitsschritte zwischen Acker, Stall und Verkauf liegen.
Für kleine Produzenten bietet eine Publikumsmesse die Möglichkeit, Produkte zu erklären und Reaktionen direkt aufzunehmen. Geschmack, Konsistenz und Verpackung lassen sich vor Ort vermitteln. Herkunftsbezeichnungen, traditionelle Herstellungsverfahren und regionale Rezepturen werden verständlicher, wenn Produzenten ihre Arbeit persönlich erläutern.
Zu den bekannten Eindrücken gehören Käse, Fleischwaren, Backwaren, Most, Wein und weitere kantonale Spezialitäten. Die St.Galler Bratwurst ist eng mit der Messekultur verbunden. Ihr Stellenwert beruht jedoch nicht allein auf einem einzelnen Gericht. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus regionaler Identität, wiederkehrenden Ritualen und gemeinschaftlichem Essen.
Degustationen sind zugleich ein wirtschaftliches Instrument. Ein kurzer Geschmackseindruck kann Interesse wecken, ersetzt aber keine sachliche Produktinformation. Zutaten, Allergene, Herkunft und Aufbewahrung bleiben wichtige Kriterien. Alkoholische Getränke verlangen zudem einen verantwortungsvollen Ausschank und die Einhaltung der Altersbestimmungen.
Der Gastkanton als Bühne für die Vielfalt der Schweiz
Seit 1950 gehört der Gastkanton zu den prägenden Elementen der OLMA. Der Auftritt umfasst gewöhnlich eine Sonderschau, kulturelle Darbietungen, kulinarische Angebote, Tierpräsentationen und einen Umzug durch St.Gallen.
Ein solcher Messeauftritt verdichtet einen ganzen Kanton auf begrenztem Raum. Landschaft, Wirtschaft, Kultur und Geschichte müssen so ausgewählt werden, dass ein verständliches Gesamtbild entsteht. Gute Präsentationen vermeiden eine reine Sammlung von Klischees und zeigen auch aktuelle Entwicklungen.
Wie vielfältig ein Gastauftritt ausfallen kann, dokumentiert der belmedia-Beitrag über das Wallis als Ehrengast der OLMA 2025. Regionale Lebensmittel, charakteristische Tierrassen, Brauchtum und technologische Projekte standen damals nebeneinander.
„Schwyz liefert“: der Gastkanton 2026
2026 übernimmt der Kanton Schwyz die Rolle des Ehrengasts. Das Konzept trägt den Titel „Schwyz liefert“. Kultur, Produkte, Persönlichkeiten, Landschaften und Brauchtum werden sinnbildlich in grossen Holzkisten nach St.Gallen gebracht.
Die Sonderschau ist auf einer Fläche von rund 1’000 Quadratmetern geplant. Ihr Konzept soll bekannte Bilder des Kantons mit weniger offensichtlichen Facetten verbinden. Neben Volkskultur und Landschaft gehören Unternehmen, Lebensmittel, gesellschaftliches Engagement und zeitgenössische Projekte zur Schwyzer Selbstdarstellung.
Auch die Landwirtschaft erhält Raum. Geplant sind Tiere der Rassen Brown Swiss, Original Braunvieh, Holstein und Jersey sowie Mutterkühe und Kleinvieh. Die Auswahl macht Unterschiede zwischen Zuchtrichtungen und Betriebsformen sichtbar.
Höhepunkt des Gastauftritts ist der Schwyzer Tag am Samstag, 10. Oktober 2026. Rund 1’300 Mitwirkende sollen am Umzug durch die St.Galler Innenstadt teilnehmen. Trachtengruppen, Musikvereine, Fasnachtsformationen und weitere Organisationen präsentieren dabei die kulturelle Vielfalt des Kantons.
Umzüge dieser Grösse sind mehr als Unterhaltung. Vereine investieren zahlreiche Arbeitsstunden in Kostüme, Musik und Wagen. Der Anlass wird damit zu einer Leistungsschau des freiwilligen Engagements, das in vielen Gemeinden einen wesentlichen Teil des kulturellen Lebens trägt.
Familien zwischen Unterhaltung und Wissensvermittlung
Für Familien liegt die Stärke der OLMA in der Mischung aus kurzen, unterschiedlichen Erlebnissen. Tiere, Maschinen, Gerüche, Degustationen und Vorführungen sprechen mehrere Sinne an. Dadurch können auch komplexe Themen wie Lebensmittelproduktion oder Nutztierhaltung anschaulich vermittelt werden.
Ein Messetag verlangt dennoch Planung. Das Gelände ist gross, Hallen können stark besucht sein, und das Programm verteilt sich über mehrere Bereiche. Wenige bewusst gewählte Schwerpunkte sind für Familien oft sinnvoller als der Versuch, jeden Stand zu sehen.
Bei jüngeren Kindern helfen feste Treffpunkte und gut erkennbare Kontaktdaten. In Tierhallen ist mit ungewohnten Geräuschen, Gerüchen und engem Publikumsverkehr zu rechnen. Gehörschutz kann bei lauten Vorführungen oder Musikveranstaltungen sinnvoll sein.
Kinderwagen, eingeschränkte Mobilität und Ruhebedürfnisse sollten bei der Routenwahl berücksichtigt werden. Verfügbare Zugänge, Familienangebote und Programmpunkte können sich von Jahr zu Jahr ändern. Der aktuelle Geländeplan und die jeweils veröffentlichten Veranstaltungsinformationen bilden deshalb die verlässlichste Planungsgrundlage.
Wirtschaftlicher Treffpunkt für Betriebe und Verbände
Für Aussteller ist die OLMA ein direkter Absatz- und Kommunikationskanal. Produkte werden erklärt, Kontakte gepflegt und Rückmeldungen gesammelt. Ein Gespräch am Messestand kann zeigen, welche Funktionen Kunden verstehen, welche Fragen wiederkehren und wo Verbesserungen nötig sind.
Die Messe richtet sich dabei nicht ausschliesslich an landwirtschaftliche Unternehmen. Anbieter aus Ernährung, Bau, Wohnen, Haushalt, Energie und Dienstleistungen nutzen das breite Publikum. Verbände und öffentliche Institutionen greifen gesellschaftliche Themen auf und schaffen Raum für Diskussionen.
Auch für die Region entsteht Wertschöpfung. Hotels, Restaurants, Transportunternehmen, Detailhandel und Veranstaltungsdienstleister profitieren vom Besucheraufkommen. Hinzu kommen temporäre Einsätze in Sicherheit, Technik, Reinigung, Logistik und Gastronomie.
Gleichzeitig stehen grosse Publikumsmessen unter Veränderungsdruck. Digitale Vertriebskanäle ermöglichen jederzeit Produktvergleiche, und aufwendige Messeauftritte verursachen hohe Kosten. Die OLMA muss deshalb einen Mehrwert schaffen, den ein Onlineshop nicht bieten kann: reale Begegnungen, praktische Demonstrationen und gemeinschaftliche Erlebnisse.
Das Video „Olma in finanzieller Not – Direktorin auf Rettungsmission“ aus der SRF-Reihe „Reporter“ begleitet die Messeleitung in einer wirtschaftlich anspruchsvollen Phase. Der Film zeigt, weshalb traditionelle Publikumsmessen ihre Finanzierung, Infrastruktur und Veranstaltungsformate laufend weiterentwickeln müssen.
Die OLMA und die Stadt St.Gallen
Die Messe prägt das Bild St.Gallens weit über das Gelände hinaus. Während der OLMA steigt die Zahl der Gäste, der öffentliche Raum wird intensiver genutzt, und in der Innenstadt finden zusätzliche Veranstaltungen statt. Die Stadt wird für elf Tage selbst Teil des Messeerlebnisses.
St.Gallen besitzt zugleich eine viel ältere Geschichte. Der Stiftsbezirk mit Kathedrale, Stiftsbibliothek und Archiv gehört seit 1983 zum UNESCO-Welterbe. Der belmedia-Beitrag über das Kloster St.Gallen und seine 1’400-jährige Kulturgeschichte zeigt, wie sich aus einer klösterlichen Gemeinschaft ein europäisches Bildungszentrum entwickelte.
Der Kontrast zwischen Stiftsbezirk, Altstadt und modernem Messegelände verdeutlicht die unterschiedlichen Seiten der Stadt. Klostergeschichte, Textilwirtschaft, Hochschulen, Dienstleistungsunternehmen und Veranstaltungswesen haben St.Gallen in verschiedenen Epochen geprägt.
Die OLMA 2026 sinnvoll vorbereiten
Die 83. OLMA findet vom Donnerstag, 8. Oktober, bis Sonntag, 18. Oktober 2026 statt. Da sich Vorführungen, Tierbelegungen, Sonderschauen und Bühnenprogramme über die Messetage verteilen, lohnt sich die Auswahl eines Tages anhand des aktuellen Programms.
An Wochenenden und am Tag des Gastkantons ist mit besonders grossem Publikumsaufkommen zu rechnen. Für eine ruhige Auseinandersetzung mit Fachständen können Randzeiten oder weniger stark frequentierte Messetage geeigneter sein. Verbindliche Öffnungszeiten und Einlassbedingungen müssen kurz vor dem Besuch geprüft werden.
Ein grosser Teil des Publikums reist erfahrungsgemäss mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Das reduziert die Parkplatzsuche und entlastet die umliegenden Quartiere. Bei der Rückreise sind mögliche Auslastungsspitzen nach grossen Arena-Veranstaltungen oder am Abend einzukalkulieren.
Bequeme Schuhe sind angesichts der Distanzen zwischen Hallen, Arena und Aussenbereichen zweckmässig. Im Oktober können sich kühle Aussenluft und warme Messehallen rasch abwechseln. Kleidung in mehreren Schichten erleichtert den Wechsel.
Bei Lebensmitteln, Maschinen oder Haushaltsprodukten schützt ein geplanter Preisvergleich vor spontanen Fehlkäufen. Messeangebote können attraktiv sein, sollten aber anhand von Leistungsumfang, Lieferkosten, Rückgabebedingungen und Garantie beurteilt werden. Bei grösseren Anschaffungen ist eine schriftliche Dokumentation des Angebots wichtig.
Tradition bleibt lebendig, wenn sie sich verändert
Die OLMA hat ihre ursprüngliche Funktion als landwirtschaftliche Leistungsschau bewahrt, zugleich aber laufend erweitert. Tierzucht und Landtechnik stehen heute neben Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Konsumfragen, Familienangeboten und kantonaler Kultur.
Gerade diese Verbindung erklärt ihre Beständigkeit. Tradition erscheint nicht als unveränderliches Bühnenbild. Sie wird mit gegenwärtigen Fragen konfrontiert: Wie lassen sich Lebensmittel wirtschaftlich produzieren? Welche Technik unterstützt Betriebe sinnvoll? Wie können Tierwohl, Umweltziele und gesellschaftliche Erwartungen miteinander verbunden werden?
Die Messe liefert darauf keine abschliessenden Antworten. Sie schafft jedoch einen öffentlichen Raum, in dem unterschiedliche Interessen sichtbar werden. Produzenten treffen auf Konsumenten, ländliche Lebenswelten auf städtisches Publikum und historisches Brauchtum auf moderne Technik.
Ein Schweizer Treffpunkt mit landwirtschaftlichen Wurzeln
Die OLMA ist aus den besonderen Bedingungen des Jahres 1943 entstanden und hat sich zu einer national beachteten Publikumsmesse entwickelt. Landwirtschaft und Ernährung bilden weiterhin ihren Kern. Rundherum ist ein breites Angebot aus Technik, Handel, Kultur, Familienerlebnissen und gesellschaftlichen Themen gewachsen.
Tierpräsentationen, Gastkantone und regionale Spezialitäten sorgen für Wiedererkennbarkeit. Maschinen, digitale Anwendungen und Sonderschauen halten die Veranstaltung offen für Veränderungen. Die OLMA bleibt damit ein Ort, an dem sich die Schweiz über Herkunft, Produktion und Zukunft austauscht.
Die Ausgabe 2026 führt diese Linie mit dem Gastkanton Schwyz fort. Vom 8. bis 18. Oktober treffen in St.Gallen landwirtschaftliches Fachwissen, kantonale Vielfalt, Genuss und Volksfestkultur aufeinander.
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