Ergonomische Packplätze gestalten: Kürzere Wege und weniger körperliche Belastung
von belmedia Redaktion Allgemein Arbeitswelt Beruf Betrieb betriebseinrichtung.net business24.ch businessaktuell.ch Experten handwerker24.ch Infrastruktur Lager nachrichtenticker.ch News Personal Prävention Sicherheit Strategie Themen Tipps Verpackung xund24.ch
Ein guter Packplatz bringt Material, Kartons, Ware, Hilfsmittel und Versandtechnik in eine sinnvolle Reihenfolge. Dadurch entstehen kürzere Greifwege, weniger unnötiges Bücken und Drehen sowie ein gleichmässigerer Arbeitsablauf. Gerade in Versand, Produktion und Lager wiederholen sich einzelne Bewegungen teilweise viele Hundert Mal pro Schicht. Kleine ungünstige Abläufe können sich deshalb zu einer erheblichen körperlichen Belastung summieren. Ergonomie beginnt am Packplatz nicht mit einem einzelnen höhenverstellbaren Tisch, sondern mit der gemeinsamen Planung von Arbeitsfläche, Materialfluss, Greifräumen und Transportwegen.
Auch die Produktivität profitiert von dieser Betrachtung. Wenn Kartons, Klebeband, Etiketten und fertige Pakete dort bereitstehen, wo sie im Ablauf benötigt werden, entfallen Suchbewegungen und unnötige Schritte. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva empfiehlt bei körperlich belastenden Tätigkeiten ausdrücklich, Arbeitsplätze ergonomisch einzurichten, Abläufe zu optimieren, Hilfsmittel einzusetzen und einseitige Belastungen durch Haltungs- oder Tätigkeitswechsel zu reduzieren.
Der Packplatz sollte dem Arbeitsablauf folgen
Ein Packtisch wird häufig zunächst nach der verfügbaren Stellfläche ausgewählt. Ergonomisch sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge: Zuerst wird der reale Arbeitsablauf analysiert, danach entsteht der Arbeitsplatz darum herum.
Typische Schritte sind Ware bereitstellen, kontrollieren, Verpackung auswählen, polstern, verschliessen, wiegen, etikettieren und das fertige Paket weiterleiten. Jeder unnötige Richtungswechsel innerhalb dieser Folge erzeugt zusätzliche Bewegungen.
Besonders ungünstig sind Packplätze, an denen Material ständig hinter dem Körper gegriffen wird. Wiederholtes Drehen des Oberkörpers verbindet eine repetitive Tätigkeit mit einer ungünstigen Haltung.
Eine einfache Prozessbeobachtung zeigt häufig bereits Verbesserungspotenzial. Wo entstehen Schritte? Wo wird tief gebückt? Welche Gegenstände werden besonders häufig benutzt? An welchen Stellen müssen Kartons angehoben und wieder abgestellt werden?
Häufig benötigtes Material gehört in den direkten Greifraum
Die Suva empfiehlt für häufig wiederkehrende Handaktivitäten grundsätzlich eine Arbeitszone von ungefähr 30 Zentimetern vor dem Körper. Gerade am Packplatz ist dieses Prinzip unmittelbar nutzbar.
Klebebandspender, Messer, Scanner, Etiketten und häufig eingesetztes Füllmaterial sollten deshalb möglichst ohne weites Vorbeugen oder seitliches Strecken erreichbar sein.
Weniger häufig verwendete Materialien können weiter aussen liegen. Seltene Spezialverpackungen brauchen dagegen keinen wertvollen Platz unmittelbar vor dem Körper.
Eine solche Staffelung reduziert Bewegungen, ohne den Arbeitsplatz vollständig mit Material zu umstellen.
Auch die vertikale Anordnung zählt. Häufig benötigte Gegenstände gehören weder auf Bodenhöhe noch weit über Schulterhöhe. Besonders ungünstig ist es, schwere Gegenstände regelmässig aus hohen Regalen herunterzunehmen.
Der belmedia-Beitrag „Ergonomie am Arbeitsplatz: Was die SUVA empfiehlt – und wie Betriebe davon profitieren“ ordnet solche Greifräume und höhenangepassten Arbeitsplätze in die betriebliche Ergonomie ein.
Die richtige Arbeitshöhe hängt von Aufgabe und Person ab
Eine einzige feste Tischhöhe passt kaum zu allen Beschäftigten. Körpergrösse und Arbeitsschritt beeinflussen die optimale Position.
Bei leichten Verpackungsarbeiten sollte die Arbeitsfläche eine entspannte Haltung von Schultern und Armen ermöglichen. Werden dagegen grössere Kartons bearbeitet, erhöht bereits die Kartonhöhe die tatsächliche Arbeitsebene.
Ein Packtisch kann deshalb auf dem Papier passend wirken und während der Arbeit trotzdem zu hoch sein. Entscheidend ist die Höhe, auf der die Hände tatsächlich arbeiten.
Elektrisch oder mechanisch höhenverstellbare Tische sind besonders sinnvoll, wenn mehrere Personen denselben Platz nutzen oder unterschiedliche Produkte verarbeitet werden.
Auch ein Wechsel zwischen Stehen und Sitzen kann entlasten, sofern die Tätigkeit dies zulässt. Entscheidend ist nicht die vermeintlich perfekte Dauerhaltung, sondern regelmässige Variation.
Langes Stehen ist nicht automatisch ergonomischer als Sitzen
Packarbeiten werden häufig im Stehen erledigt, weil Waren bewegt und unterschiedliche Bereiche des Arbeitsplatzes erreicht werden müssen.
Dauerhaft unbewegtes Stehen belastet den Körper jedoch ebenfalls. Eine gute Arbeitsplatzgestaltung ermöglicht kleine Positionswechsel und vermeidet, dass Beschäftigte stundenlang nahezu identisch stehen.
Fussstützen oder geeignete Stehhilfen können bei bestimmten Arbeitsabläufen zusätzliche Varianten ermöglichen. Auch der Boden spielt eine Rolle.
Sehr harte Standflächen können als unangenehm empfunden werden. Ergonomische Arbeitsplatzmatten können bei geeigneten Tätigkeiten den Stehkomfort verbessern, dürfen jedoch keine Stolperstellen erzeugen oder Transportwege behindern.
Entscheidend bleibt Bewegung. Kein Bodenbelag kann einen vollständig statischen Arbeitsablauf ersetzen.
Kurze Wege beginnen bereits bei der Materialversorgung
Ein ergonomischer Packplatz kann seine Wirkung verlieren, wenn Kartons, Produkte oder Paletten ungünstig angeliefert werden.
Muss für jeden Auftrag zuerst mehrere Meter zu einem Regal gegangen werden, entsteht ein logistisches Problem und kein reines Tischproblem.
Häufig benötigte Verpackungsgrössen lassen sich direkt am Arbeitsplatz oder in unmittelbar angrenzenden Bereitstellungszonen lagern. Nachschub wird dann gebündelt statt einzeln geholt.
Dasselbe gilt für Verbrauchsmaterial. Rollen, Etiketten und Füllmaterial sollten rechtzeitig nachgefüllt werden, bevor der Packprozess unterbrochen werden muss.
Der Materialfluss sollte möglichst eindeutig verlaufen: Ware kommt von einer Seite, wird bearbeitet und verlässt den Platz auf der anderen. Kreuzende Wege erhöhen dagegen Suchaufwand und Kollisionsrisiken.
Rollenbahnen können Heben durch Schieben ersetzen
Bei grösseren Versandmengen kann eine Rollenbahn unmittelbar am Packplatz einen erheblichen Unterschied machen.
Pakete müssen dann nach dem Verschliessen nicht jedes Mal angehoben und mehrere Meter getragen werden. Stattdessen werden sie auf eine angrenzende Förderstrecke geschoben.
Auch bei der Zuführung kann Fördertechnik sinnvoll sein. Ware oder Behälter erreichen den Arbeitsplatz auf einer definierten Höhe, statt vom Boden oder von einer Palette aufgenommen zu werden.
Das Prinzip ist wichtiger als die konkrete Technik: Lasten sollten nach Möglichkeit dort übernommen und abgegeben werden, wo unnötige Höhenunterschiede vermieden werden.
Bei kleineren Betrieben können mobile Wagen oder höhenangepasste Bereitstelltische dieselbe Grundidee mit wesentlich weniger Technik umsetzen.
Hubwagen und Hebehilfen gehören nahe an den tatsächlichen Einsatzort
Ein vorhandenes Hilfsmittel hilft wenig, wenn es mehrere Hallenbereiche entfernt steht oder während der Schicht ständig gesucht werden muss.
Palettenhubwagen, Hubtische, Transportwagen und andere Hebehilfen müssen deshalb Teil des normalen Prozesses sein.
Die Suva empfiehlt ausdrücklich, schwere Lasten wenn möglich mit geeigneten Hilfsmitteln zu bewegen. Bei häufigem Heben steigt die Bedeutung einer systematischen Belastungsbeurteilung bereits bei deutlich niedrigeren Gewichten.
Für gelegentliches manuelles Bewegen nennt die Suva Richtwerte von 15 Kilogramm für Frauen und 25 Kilogramm für Männer. Bei regelmässigem Umgang mit Lasten, also mehr als viermal pro Stunde, ist bereits ab 7 beziehungsweise 12 Kilogramm eine Beurteilung der körperlichen Belastung vorgesehen.
Diese Werte sind keine allgemeine Freigabe für jede Person oder Situation. Häufigkeit, Körperhaltung, Greifbedingungen, Wegstrecke und Lastform verändern die tatsächliche Beanspruchung erheblich.
Körpernahes Arbeiten verkürzt den Hebelarm
Beim manuellen Bewegen von Lasten spielt nicht allein das Gewicht eine Rolle. Auch die Entfernung zwischen Last und Körper beeinflusst die Belastung.
Je weiter ein Karton mit ausgestreckten Armen gehalten wird, desto ungünstiger wird der Hebelarm. Deshalb sollten Lasten möglichst körpernah aufgenommen, bewegt und abgestellt werden.
Am Packplatz bedeutet dies: Kartons nicht über tiefe Arbeitsflächen hinweg greifen, Paletten nicht so positionieren, dass die hinterste Reihe nur mit starkem Vorbeugen erreichbar ist, und Ablageflächen nicht unnötig weit entfernt anordnen.
Beim Richtungswechsel sollte möglichst der ganze Körper mit den Füssen gedreht werden. Ein feststehender Unterkörper kombiniert mit wiederholter Oberkörperdrehung ist ungünstig.
Eine ergonomische Packstation reduziert genau solche Bewegungen konstruktiv, statt ausschliesslich auf korrektes Verhalten zu vertrauen.
Die beste Hebetechnik kann einen schlecht geplanten Arbeitsplatz nicht kompensieren
Schulungen zum richtigen Heben und Tragen sind sinnvoll. Sie dürfen jedoch nicht als Ersatz für technische und organisatorische Verbesserungen dienen.
Wenn ein schweres Produkt täglich vom Boden auf einen hohen Tisch gehoben werden muss, liegt das Hauptproblem in der Materialbereitstellung.
Ein Hubtisch, eine veränderte Palettenhöhe oder eine andere Prozessführung kann die Belastung direkt an der Ursache reduzieren.
Dasselbe gilt für wiederholtes Bücken. Werden Verpackungsmaterialien bewusst auf einer geeigneten Höhe bereitgestellt, entfällt die problematische Bewegung weitgehend.
Arbeitsschutz funktioniert deshalb nach dem Grundsatz, Belastungen möglichst durch Gestaltung zu vermeiden und das individuelle Verhalten ergänzend zu verbessern.
Repetitive Bewegungen verdienen besondere Aufmerksamkeit
Packplätze verbinden oft moderate Lasten mit sehr hohen Wiederholungszahlen. Ein Paket wiegt vielleicht nur wenige Kilogramm, wird aber im Laufe einer Schicht immer wieder bewegt.
Hinzu kommen Hunderte Bewegungen mit Scanner, Klebebandabroller oder Etikettenspender.
Die Suva weist darauf hin, dass repetitive und kurzzyklische Tätigkeiten einseitig ermüden und Beschwerden fördern können.
Verbesserungen liegen beispielsweise in optimierten Greifpositionen, geeigneten Werkzeugen, Unterarmauflagen bei Präzisionsarbeiten und einem Wechsel zwischen verschiedenen Tätigkeiten.
Jobrotation funktioniert allerdings nur, wenn tatsächlich unterschiedliche Belastungsmuster entstehen. Der Wechsel zwischen zwei nahezu identischen Packarbeiten erzeugt kaum körperliche Abwechslung.
Scanner, Bildschirm und Drucker gehören ebenfalls in die Ergonomieplanung
Ein moderner Packplatz ist längst kein reiner Arbeitstisch. Scanner, Waage, Monitor, Drucker und teilweise mehrere Eingabegeräte gehören zum Prozess.
Ein Bildschirm sollte so positioniert sein, dass Produktkontrolle und Dateneingabe ohne ständiges Drehen des Kopfes möglich sind.
Etikettendrucker gehören in einen gut erreichbaren Bereich, dürfen aber den Hauptgreifraum nicht blockieren.
Kabel sollten sicher geführt sein und weder Arbeitsfläche noch Verkehrswege kreuzen. Netzteile, Leitungen und Schnittstellen müssen für Wartung erreichbar bleiben.
Auch die Beleuchtung zählt. Produktbeschriftungen, Barcodes und Versandetiketten müssen zuverlässig lesbar sein, ohne dass Reflexionen auf Displays oder Verpackungsfolien entstehen.
Verkehrswege müssen vom eigentlichen Packbereich getrennt bleiben
Ein guter Packplatz benötigt ausreichend Bewegungsraum. Gleichzeitig muss klar sein, wo Personen arbeiten und wo Transportgeräte fahren.
Paletten, Rollcontainer oder Kartonstapel dürfen nicht spontan in Verkehrswegen abgestellt werden.
Besonders kritisch sind Arbeitsplätze, an deren Rückseite Flurförderzeuge vorbeifahren. Beschäftigte müssen sich bewegen können, ohne bei einem Schritt zurück unmittelbar in einen Fahrweg zu geraten.
Die Planung des einzelnen Tisches muss deshalb immer in den gesamten Lagergrundriss eingebettet werden.
Der belmedia-Beitrag „Lager effizient einrichten: Regalsysteme, Gangbreiten und SUVA-Vorschriften“ zeigt, wie Verkehrswege, Lagertechnik und Arbeitsbereiche als zusammenhängendes System geplant werden können.
Packmittel sollten zum Produkt und zur Handhabung passen
Ergonomie endet nicht bei der Arbeitsplatztechnik. Auch Verpackungen selbst beeinflussen die körperliche Belastung.
Unhandliche Kartons ohne geeignete Greifmöglichkeiten sind schwieriger zu bewegen als kompakte Gebinde. Überdimensionierte Verpackungen erhöhen ausserdem Materialverbrauch und können zusätzliche Füllarbeit verursachen.
Wenn Waren intern regelmässig in Behältern bewegt werden, sollten deren Abmessungen und Gewichte zur manuellen Handhabung passen.
Sehr schwere Sammelgebinde können zwar interne Transporte reduzieren, erzeugen dafür grössere Einzelbelastungen.
Produktion, Lager und Versand sollten solche Entscheidungen deshalb gemeinsam treffen. Ein für die Beschaffung günstiger Behälter ist nicht automatisch die beste Lösung für den späteren Packprozess.
Ein Video zeigt grundlegende Ergonomieprinzipien für Industriearbeitsplätze
Pack- und Montageplätze unterscheiden sich in den Produkten, teilen jedoch zentrale ergonomische Prinzipien: passende Arbeitshöhe, sinnvoll angeordnete Arbeitsmittel und kurze Greifwege.
Das deutschsprachige Video „Ergonomie am Arbeitsplatz“ von Bosch Rexroth erklärt die ergonomische Gestaltung industrieller Arbeitsplätze. Es zeigt als passendes Subthema, wie Arbeitshöhe, Greifräume und die Position von Arbeitsmitteln an unterschiedliche Beschäftigte und Tätigkeiten angepasst werden können.
Beschäftigte sollten bereits bei der Planung einbezogen werden
Viele ungünstige Bewegungen sind auf einem Grundriss nicht sichtbar. Beschäftigte wissen dagegen aus dem Alltag, welcher Karton ständig fehlt, welcher Behälter schwer erreichbar ist und an welcher Stelle sich Arbeitsabläufe gegenseitig behindern.
Diese Erfahrung sollte bereits in die Planung einfliessen.
Eine wirkungsvolle Methode besteht darin, einen neuen Arbeitsplatz zunächst provisorisch aufzubauen. Tisch, Behälter und Geräte können mit einfachen Mitteln in realer Grösse nachgestellt werden.
Die DGUV beschreibt für einen Packbereich beispielsweise den Einsatz eines Arbeitsplatzmodells aus Karton. Dadurch wurden Abmessungen und Bewegungsflächen unmittelbar erfahrbar, bevor die endgültige Ausstattung gebaut wurde.
Solche Tests sind besonders bei mehreren identischen Arbeitsplätzen sinnvoll. Ein Fehler im Prototyp lässt sich leicht korrigieren; zwanzig falsch eingerichtete Packstationen verursachen erheblich mehr Aufwand.
Ergonomie muss nach der Inbetriebnahme erneut geprüft werden
Ein neuer Packplatz ist nicht automatisch dauerhaft optimal.
Produktgrössen ändern sich, Versandmengen steigen und neue Geräte kommen hinzu. Häufig wandern zusätzliche Drucker, Kartonstapel und Behälter nach und nach auf eine ursprünglich übersichtliche Arbeitsfläche.
Deshalb sollte die Gestaltung regelmässig überprüft werden.
Die Suva stellt dafür einen Arbeitsplatz-Check zu körperlichen Belastungen zur Verfügung. Dabei werden unter anderem Fehlhaltungen, repetitive Tätigkeiten und körperliche Anstrengungen systematisch betrachtet.
Auch Rückmeldungen aus dem Team sind wertvoll. Häufen sich Beschwerden an Schultern, Rücken oder Handgelenken an einem bestimmten Arbeitsplatz, sollte nicht allein individuelles Verhalten diskutiert werden.
Zuerst ist zu prüfen, ob die Arbeitsplatzgestaltung selbst verbessert werden kann.
Ein guter Packplatz verbindet Ergonomie mit effizienter Logistik
Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und Prozessoptimierung verfolgen am Packplatz häufig dasselbe Ziel. Unnötige Schritte kosten Zeit und belasten den Körper. Unnötiges Greifen erzeugt Bewegungen und verlängert gleichzeitig den Packvorgang.
Deshalb beginnt eine Verbesserung mit der Beobachtung des realen Materialflusses. Häufig verwendete Gegenstände werden in den direkten Greifraum gebracht, Arbeitshöhen an Person und Produkt angepasst und schwere Lasten möglichst ohne grosse Höhenunterschiede weitergegeben.
Transportwagen, Hubtische oder Rollenbahnen reduzieren manuelle Hebevorgänge. Klare Verkehrswege schaffen Sicherheit. Tätigkeitswechsel und kurze Pausen begrenzen einseitige repetitive Belastungen.
Die wirksamste Lösung besteht selten aus einem einzigen neuen Möbelstück. Ein elektrisch verstellbarer Tisch nützt wenig, wenn Kartons weiterhin vom Boden aufgenommen werden oder der Etikettendrucker hinter dem Körper steht.
Ein wirklich guter Packplatz betrachtet deshalb Mensch, Material und Prozess gemeinsam. Werden Bewegungen vereinfacht, Wege verkürzt und Hilfsmittel dort eingesetzt, wo Belastungen tatsächlich entstehen, verbessert sich nicht nur die körperliche Arbeitssituation. Auch ein ruhigerer, nachvollziehbarer und effizienterer Verpackungsprozess wird möglich.
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