Innovatives Photovoltaik-System liefert bis zu 56 Prozent mehr Ertrag als starre Anlagen
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag architektenwelt.com bauenaktuell.ch Bildung & Arbeit Business Business business24.ch businessaktuell.ch Dach elterntipps.ch Forschung Handel handwerker24.ch Haus Haus, Garten & Einrichtung hometipp.ch Innovation Inspiration Konzeption Magazine Nachhaltigkeit nachrichtenticker.ch News Prävention Sicherheit Technologie Themen Tipps Trends Unternehmen Verbreitung Wirtschaft wohnenaktuell.ch
Forschende der Technischen Universität Graz haben mit «FLAPTrack» ein neuartiges Photovoltaik-System entwickelt, das höhere Stromerträge mit einem automatischen Schutz vor Sturm, Hagel und Schnee verbindet. Die Anlage richtet ihre Solarmodule kontinuierlich nach dem Stand der Sonne aus und faltet sie bei Unwetter oder während der Nacht automatisch zusammen.
Kernstück der Entwicklung ist ein patentierter linearer Aktuator, der sowohl die Ausrichtung der Module zur Sonne als auch den Faltmechanismus übernimmt. Durch diese Doppelfunktion sollen Installations- und Betriebskosten sinken und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Anlage verbessert werden. Eine Demonstrationsanlage mit einer Leistung von 1,8 kWp ist bereits auf dem Campus der Technischen Universität Graz in Betrieb.
Bis zu 56 Prozent höherer Stromertrag
Die optimale Ausrichtung zur Sonne erfolgt über einen Riemenantrieb mit bodennaher Kreisführung. Nach Angaben der Forschenden erzielt das System dadurch im Durchschnitt knapp 40 Prozent mehr Energie als fest installierte Photovoltaik-Module. An einzelnen Tagen wurde sogar ein Mehrertrag von bis zu 56 Prozent gemessen.
Automatischer Schutz bei Unwetter
Der integrierte Faltmechanismus reduziert die Angriffsfläche bei Sturm und schützt die Solarmodule vor Hagelschäden. Das System ist mit einer lokalen Wetterstation sowie regionalen Wettervorhersagemodellen gekoppelt und erkennt drohende Unwetter frühzeitig.
Bei Sturm- oder Hagelgefahr werden die Module automatisch zusammengeklappt und flach auf dem Boden abgelegt. Dadurch sollen Beschädigungen der Solarzellen vermieden werden, die den Wirkungsgrad der gesamten Anlage beeinträchtigen können. Zusätzlich lassen sich die Rückseiten der Module mit einem kostengünstigen Hagelnetz schützen.
Quelle: pressetext.redaktion/Florian Fügemann
Bildquelle: tugraz.at
