KI und Arbeit 2026: Warum fehlende Schulungen zum grössten Risiko werden

KI verändert den Arbeitsplatz in rasantem Tempo.

Aufgaben verschieben sich, Prozesse werden automatisiert und neue Fähigkeiten werden zunehmend entscheidend. Doch wie sehen die Fachkräfte selbst diese Zukunft? Eine aktuelle Umfrage des Schweizer Personalberaters Robert Walters liefert aufschlussreiche Erkenntnisse zu Erwartungen, Vertrauen und einer deutlichen Kluft zwischen Ambition und Realität im Jahr 2026.

Vertrauen ist da, doch die Nutzung hinkt hinterher

Die Mitarbeitenden stehen KI ausgesprochen positiv gegenüber. Ganze 78 % fühlen sich zumindest teilweise bis sehr sicher im Umgang mit KI-Technologien. Nur 12 % geben an, sich unsicher zu fühlen, während fast jeder zehnte im Arbeitsalltag noch gar nicht mit KI in Berührung kommt.

Das Fazit ist klar: KI ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Die Mitarbeitenden sind mental bereit für Veränderungen, doch in der Praxis bleibt die Nutzung am Arbeitsplatz häufig begrenzt. Der Übergang von Interesse zu einer strukturierten Anwendung ist grösser als erwartet.

Das grösste Hindernis: Schulungen bleiben ein blinder Fleck

Der Hauptknackpunkt ist die Ausbildung. Nur 11 % der von Robert Walters befragten Fachkräfte erhalten heute regelmässige und tiefgehende KI-Schulungen. Gleichzeitig sagen 55 %, dass es in ihrem Unternehmen nur wenige bis gar keine Weiterbildungsmöglichkeiten gibt.

Mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden ist der Meinung, dass ihr Arbeitgeber beim Ausbau von KI- und digitalen Fähigkeiten hinterherhinkt. KI steht zwar hoch auf der Agenda strategischer Pläne, doch strukturelle Investitionen in die Mitarbeitenden bleiben aus.

Arbeit verändert sich schneller als das Gehalt

Dass KI bestimmte Jobs neu gestalten wird, daran zweifelt kaum jemand. 80 % der Befragten erwarten, dass sich einige oder sogar viele Aufgaben durch Automatisierung und KI verändern oder wegfallen.

Auffällig ist, dass sich diese Auswirkungen kaum in den Gehaltserwartungen widerspiegeln. Nur 6 % empfinden ihre Tätigkeit durch KI als komplexer und erwarten daher ein höheres Gehalt. Die Mehrheit (69 %) sieht bislang keine Veränderung in der Komplexität – und damit auch keine Auswirkungen auf die Vergütung.

Was das für 2026 bedeutet

  • Endlich in Fähigkeiten investieren: das Vertrauen ist vorhanden, doch ohne gezielte Schulungen bleibt das Potenzial von KI ungenutzt.
  • Funktionen und Vergütung neu bewerten: wenn sich Aufgaben inhaltlich verändern, müssen sich Unternehmen auch fragen, wie sie diese Entwicklung angemessen bewerten.
  • Mensch und Technologie als Partner: Mitarbeitende glauben nicht an eine vollständige Ersetzung, sondern an Zusammenarbeit. KI wird als Verstärker menschlicher Kreativität gesehen, nicht als Konkurrenz.

Die eigentliche KI-Herausforderung liegt bei den Arbeitgebern

KI am Arbeitsplatz betrifft nicht nur Technologie, sondern Menschen. Unternehmen, die von KI profitieren wollen, müssen in Vertrauen, Schulung und faire Vergütung investieren. Nur so wird KI nicht zur Quelle von Unsicherheit, sondern zum Motor für nachhaltiges Wachstum – sowohl für Mitarbeitende als auch für Arbeitgeber.

Die Erkenntnisse in dieser Pressemitteilung basieren auf einer Stichprobe, die Robert Walters im September 2025 durchgeführt hat. An der Umfrage nahmen 400 Schweizer Arbeitgeber und Arbeitnehmer teil, die aus verschiedenen Branchen, Fachbereichen und Erfahrungsstufen stammen. Alle Teilnehmenden sind Organisationen und Fachkräfte, mit denen Robert Walters im vergangenen Jahr zusammengearbeitet hat. Diese breite Representation bietet einen nuancierten Blick auf die Trends, Herausforderungen und Chancen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt.

 

Quelle: Robert Walters
Bildquelle: Symbolbild © Summit Art Creations/Shutterstock.com




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