Kontrollschilder im Direktverkauf, Zürich startet mit Wunschkennzeichen
Ab 250 Franken: Das Strassenverkehrsamt hat den Direktverkauf von Kontrollschildern gestartet.
Das Angebot findet Anklang. Erstmals können seit Anfang Woche im Kanton Zürich Wunsch-Kontrollschilder fürs Auto gekauft werden. Man kann also versuchen, ein wichtiges persönliches Datum als ZH-Nummer am eigenen Wagen anzubringen. Oder man kann eine tiefere oder andere Nummer beziehen, wenn Bedarf besteht. Im Direktverkauf angeboten wurden am Montag tiefe sechsstellige Nummern wie „ZH110107“ oder etwas spezielle Kombinationen wie die James-Bond-Nummer „ZH593007“.
Erster Verkaufstag: Bis zu 50’000 Franken Erlös
Die erste Bilanz deutet auf eine solide Nachfrage hin. Gemäss Strassenverkehrsamt sind am ersten Verkaufstag rund 100 Kontrollschilder abgesetzt worden. Etwa 90 davon wurden über die Website verkauft. „Hier finden Kundinnen und Kunden eine grössere Auswahl als am Schalter und können gezielt nach einer Wunschkombination suchen“, sagt Amtssprecher Peter Hotz auf Anfrage. Das erste Kontrollschild sei bereits wenige Minuten nach dem Aufschalten der Website vergeben worden. Und so ging es weiter. „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden und stellen weiterhin eine konstante Nachfrage fest“, sagt Hotz am Mittwoch.
Da diese Wunsch-Blechschilder je nach Zahlenkombination zwischen 250 und 500 Franken kosten, flossen schon am ersten Tag zwischen 25’000 und 50’000 Franken in die Staatskasse. Das ist ein ordentlicher Betrag, der übers Jahr in Millionenhöhe steigen könnte.
Millionenerlös für Zürich seit Jahren
Neben den Wunschnummern laufen weiterhin die Auktionen von zwei- bis fünfstelligen sowie speziellen sechsstelligen Autonummern. 2025 gaben die Zürcher Autofans wieder mehr aus für diese Kontrollschilder. Der Erlös für 1’560 versteigerte Auto- und 276 Motorradschilder betrug 4,9 Millionen Franken, etwa 200’000 Franken mehr als im Vorjahr. Dazu beigetragen hat die Weihnachtsversteigerung von „ZH 11“, die 262’000 Franken eingebracht hat. Der Rekord-Jahreserlös von 5,5 Millionen aus dem Jahr 2022 wurde aber verfehlt.
Die teuersten Nummern neben „ZH 11“ waren im vergangenen Jahr „ZH 25“ mit 126’000 Franken und „ZH 567“ mit 49’600 Franken. Die am wenigsten populäre Nummer der letztjährigen Versteigerungen war „ZH 745 547“, für die bloss 530 Franken bezahlt wurden. Nummern unter 1’000 werden seit 2018 versteigert, was den Jahreserlös von rund 2,5 auf 5 Millionen verdoppelte. Bisher sind sechs zweistellige Nummern für insgesamt 1,039 Millionen Franken vergeben worden, aber noch keine einstellige Nummer.
Quelle: Pascal Unternährer
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