Tech-Layoffs 2025: Fast 245'000 Stellen gestrichen – KI treibt Umbau der Branche
Der weltweite Technologiesektor erlebt einen tiefgreifenden Umbruch mit massiven Stellenstreichungen.
Zu Beginn des Jahres 2026 weisen Analysten bereits auf eine weitere Welle bedeutender Veränderungen am Arbeitsplatz hin, die durch künstliche Intelligenz und Automatisierung getrieben werden. Viele Unternehmen werden ihre Belegschaften auch in diesem Jahr weiter reduzieren, während sie ihre Organisationsstrukturen auf KI-geführte Modelle ausrichten. Um eine breitere Perspektive auf das Ausmass der Entlassungen im Technologiesektor im Jahr 2025 und mit Blick auf 2026 zu bieten, zeigt ein aktueller Bericht, dass sich die Tech-Layoffs im Jahr 2025 auf nahezu 245’000 Stellen beliefen.
Um zu ermitteln, welche Unternehmen die grössten Stellenstreichungen im Jahr 2025 vorgenommen haben, hat das Team von RationalFX Entlassungsdaten aus mehreren verifizierten Quellen zusammengetragen, darunter US-WARN-Meldungen, TrueUp, TechCrunch sowie der Layoffs.fyi-Tracker. Berücksichtigt wurden alle Ankündigungen seit Beginn des Jahres 2025. Das vollständige Ranking der Technologieunternehmen nach Anzahl der Entlassungen ist über Google Drive abrufbar.
Gemäss den aktuell zusammengeführten Zahlen wurden im Jahr 2025 weltweit 244’851 Mitarbeitende im Technologiesektor entlassen. Die Vereinigten Staaten sind dabei das Land mit den meisten Entlassungen: 170’630 Beschäftigte in 220 Unternehmen verloren ihren Arbeitsplatz, was nahezu 69,7 Prozent aller globalen Tech-Layoffs entspricht. Indien folgt auf dem zweiten Platz mit 19’049 Entlassungen, Japan belegt mit geschätzten 11’608 Stellenstreichungen den dritten Rang. In Europa sind Irland, Spanien und die Schweiz am stärksten betroffen. Dort wurden 2025 schätzungsweise 11’500, 7’450 beziehungsweise 5’156 Stellen im Technologiesektor abgebaut.
Länder mit den höchsten Tech-Massenentlassungen 2025
- Vereinigte Staaten: 170’630 Entlassungen
- Indien: 19’049 Entlassungen
- Japan: 11’608 Entlassungen
- Irland: 11’500 Entlassungen
- Spanien: 7’450 Entlassungen
- Schweiz: 5’156 Entlassungen
- Schweden: 3’718 Entlassungen
- Israel: 3’446 Entlassungen
- Kanada: 3’039 Entlassungen
- Vereinigtes Königreich: 1’866 Entlassungen
Weitere Erkenntnisse aus dem Bericht
- Im gesamten Jahr 2025 wurden weltweit mindestens 244’851 Mitarbeitende im Technologiesektor entlassen. US-Unternehmen verantworten dabei 69,69 Prozent dieser Kürzungen, was 170’630 Stellen entspricht. Europäische Technologieunternehmen strichen mindestens 32’608 Stellen, rund 13,5 Prozent der Gesamtzahl. Die tatsächlichen Zahlen könnten deutlich höher liegen, da viele Unternehmen Entlassungen nicht öffentlich kommentieren.
- Die Analyse zeigt, dass schätzungsweise 69’840 Stellenstreichungen direkt mit der Einführung von KI- und Automatisierungstechnologien zusammenhängen. Ein prominentes Beispiel ist Amazon, das in einem internen Memo erklärte, dass künstliche Intelligenz der Grund für die jüngsten Personalreduktionen war. Das in Irland ansässige IT-Unternehmen Accenture baute im Laufe des Jahres im Zuge einer KI-Offensive ebenfalls 11’000 Stellen ab.
- Obwohl die Entlassungen in Europa erheblich waren, fallen sie im Vergleich zu den grossen US-Technologiekonzernen geringer aus. Intel strich 2025 insgesamt 33’900 Stellen, gefolgt von Amazon und Microsoft mit 19’555 beziehungsweise 19’215 Entlassungen. Zusammen bauten diese drei Unternehmen über 72’700 Stellen ab und damit mehr als doppelt so viele wie alle europäischen Tech-Unternehmen zusammen.
- Intel und Microsoft führen die Entlassungsstatistik in den USA an, mit 33’900 beziehungsweise 20’009 betroffenen Mitarbeitenden. In Indien verzeichnete der in Mumbai ansässige IT-Dienstleister TCS die grösste Entlassungswelle und trennte sich 2025 von 12’000 Angestellten. In Europa wurden bei Accenture mehr als 11’000 Stellen gestrichen, während das Unternehmen verstärkt auf Automatisierung setzte und seine Belegschaft im Umgang mit KI-Agenten schulte.
„Trotz hoher Investitionen in Automatisierung führten diese Umstrukturierungen nicht immer zu sofortigen Effizienzgewinnen. Auch 2026 ist nicht mit einem abrupten Ende der Entlassungen zu rechnen. Strukturelle Faktoren wie Automatisierung, strategische Neuausrichtungen und wirtschaftliche Vorsicht deuten darauf hin, dass der Stellenabbau mindestens bis ins erste Quartal andauern wird, auch wenn in bestimmten Bereichen, insbesondere bei KI-bezogenen Rollen, wieder Neueinstellungen erfolgen könnten.“ Alan Cohen Analyst, RationalFX
Quelle: RationalFX
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