Schweizer Immobilienmarkt 2025: Eigentumswohnungen klarer Top-Seller
Eigentumswohnungen waren 2025 das Mass der Dinge im Schweizer Eigenheimmarkt. Landesweit stiegen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Jahr 2025 um 4,2 Prozent, wie aus der Auswertung der Verkaufsinserate hervorgeht.
Ebenfalls steigend, aber etwas weniger dynamisch zeigte sich hingegen der Markt für Einfamilienhäuser: Dieser verzeichnete 2025 ein Plus von 2,6 Prozent. Verkäufer antizipierten hier folglich einen schwächeren Anstieg der Nachfrage, wie der ImmoScout24-Kaufindex in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI ausweist.
Grösseres Angebot bei Häusern, verbessertes Umfeld für Eigentümer
Auffällig ist im letzten Jahr die Entwicklung des Angebotsvolumens, gemessen an der bereinigten Anzahl inserierter Objekte. Bei Einfamilienhäusern hat dieses spürbar zugenommen, insbesondere da mehr Altbauten auf den Markt kamen. Im Gegensatz dazu blieb das Angebotsvolumen bei Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant. Insgesamt überwiegt diese Objektkategorie am Markt deutlich, denn rund zwei Drittel aller angebotenen Eigenheime sind Stockwerkeinheiten.
Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, äussert sich zum Wohnimmobilien-Jahr 2025 wie folgt:
In unsicheren geopolitischen und wirtschaftlichen Zeiten bestätige sich damit einmal mehr die Wertstabilität des Schweizer Wohneigentums.
Starke regionale Unterschiede prägen den Markt
Teilweise deutlich ausgeprägter als im Landesdurchschnitt zeigen sich die unterschiedlichen Entwicklungen auf regionaler Ebene. Sowohl bei der Preisanpassung als auch beim Preisniveau gehen die Märkte weit auseinander. Die Grossregion Zürich sowie die Zentralschweiz verzeichnen hohe Zuwachsraten und erreichen inzwischen ein Preisniveau, das rund 20 bis mehr als 30 Prozent über dem Schweizer Mittel liegt. Demgegenüber zeigen das Tessin und das Mittelland kaum Preiswachstum und verbleiben rund 10 bis 25 Prozent unter dem Landesdurchschnitt.
Eigentumswohnungen: Hohe Dynamik
Analog zum generellen Preisanstieg verzeichnen Eigentumswohnungen auch regional die stärkste Dynamik. Die Zentralschweiz führt mit einem markanten Preisanstieg von 9,5 Prozent. Die Ostschweiz folgt mit einem Plus von 6,5 Prozent. In der Grossregion Zürich entspricht die Zunahme mit 4,2 Prozent dem Schweizer Durchschnitt. Die Nordwestschweiz erreicht +3,6 Prozent, die Genferseeregion +3,3 Prozent. Deutlich verhaltener entwickelte sich das Mittelland mit +1,4 Prozent, während im Tessin die Angebotspreise nur leicht stiegen (+0,3 Prozent).
Regionaler Häusermarkt: Zentralschweiz an der Spitze
Auch bei den Einfamilienhäusern liegt die Zentralschweiz vorne. Mit einer Jahreszunahme von 7,7 Prozent weist sie den höchsten Anstieg aus. Es folgen die Ostschweiz und die Genferseeregion mit jeweils +4,1 Prozent sowie die Nordwestschweiz mit +3,7 Prozent. Unterdurchschnittlich entwickelten sich die Preise in der Grossregion Zürich (+1,4 Prozent) und im Mittelland (+0,4 Prozent). Im Tessin sanken die Angebotspreise für Einfamilienhäuser 2025 um 4,6 Prozent.
Waeber fasst die Marktlage wie folgt zusammen:
Nicht überall liessen sich Objekte problemlos teurer veräussern. Im Tessin mussten Preise gesenkt werden, und ausserhalb der grossen Arbeitsmarktzentren und Agglomerationen war mehr Geduld bis zum Verkauf erforderlich.
Stand 31. Dezember 2025
Quelle: SMG Swiss Marketplace Group / ImmoScout24
Bildquelle: marekusz/shutterstock.com / ImmoScout24

