Weltweite Wirtschaftsleistung 2025: Wer führt mit höchstem realem BIP pro Kopf?
Ein neuer Bericht von BestBrokers zeigt, welche Länder 2025 über die stärkste reale Wirtschaftsleistung pro Einwohner verfügen.
Die jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) sagen voraus, dass das weltweite Wachstum 2026 auf 3,1 % sinken wird. Während fortgeschrittene Volkswirtschaften um rund 1,5 % zulegen, dürften Schwellenländer etwas über 4 % erreichen – unter zunehmendem Druck durch Handelsspannungen, Inflation und Arbeitskräftemangel.
Um die tatsächliche wirtschaftliche Stärke zu bewerten, hat das Team von BestBrokers die realen BIP-Werte von 135 Ländern berechnet. Grundlage sind IWF-Daten aus den Jahren 2016 bis 2025, umgerechnet in Euro zum Kurs vom 3. November 2025 (1 US-Dollar = € 0.86839443).
Liechtenstein führt die globale Rangliste mit einem beeindruckenden realen BIP pro Kopf von € 201’014 an – fast doppelt so viel wie Irland (€ 108’554) und mehr als das Doppelte von Luxemburg (€ 92’686). Inflationsbereinigt liegt Liechtensteins reales BIP nur 1,43 % unter dem nominalen Wert, während Irland 6,38 % und Luxemburg 27,83 % verlieren.
Die zehn Länder mit dem höchsten realen BIP pro Kopf (2025)
- Liechtenstein – € 201’014 │ Gesamt BIP: € 8,07 Mrd.
- Irland – € 108’554 │ Gesamt BIP: € 576,21 Mrd.
- Luxemburg – € 92’686 │ Gesamt BIP: € 63,07 Mrd.
- Schweiz – € 91’795 │ Gesamt BIP: € 823,16 Mrd.
- Norwegen – € 87’664 │ Gesamt BIP: € 492,94 Mrd.
- Singapur – € 65’208 │ Gesamt BIP: € 382,82 Mrd.
- Island – € 61’570 │ Gesamt BIP: € 24,52 Mrd.
- Vereinigte Staaten – € 59’587 │ Gesamt BIP: € 20,69 Bio.
- Dänemark – € 57’707 │ Gesamt BIP: € 346,39 Mrd.
- Katar – € 56’180 │ Gesamt BIP: € 175,05 Mrd.
Weitere Ergebnisse
Liechtenstein behauptet mit € 201’014 pro Einwohner die Spitzenposition weltweit. Trotz seiner kleinen Grösse bleibt das Fürstentum wirtschaftlich äusserst robust – mit einem nominalen BIP von € 8,07 Mrd. und einem inflationsbereinigten Rückgang von nur 1,43 %. Das reale BIP wuchs im Jahresvergleich um 6,85 %, getrieben von einem exportorientierten, einkommensstarken Wirtschaftsmodell.
Irland und Luxemburg folgen mit € 108’554 bzw. € 92’686 pro Kopf. Nach Bereinigung um Inflation verzeichneten beide moderate Rückgänge, konnten jedoch im Jahresvergleich real um 13,9 % (Irland) bzw. 5,62 % (Luxemburg) zulegen. Über die letzten zehn Jahre ist Irlands Wirtschaft um 85,7 % gewachsen – nahezu eine Verdoppelung.
Am unteren Ende der Skala steht Argentinien mit nur € 11,18 realem BIP pro Einwohner. Das nominale BIP von € 512,82 Mrd. verdeckt einen massiven realen Einbruch, ausgelöst durch Hyperinflation und Währungsverfall. Seit 2024 ist das reale BIP um 23,58 % gesunken, im Zehnjahresvergleich sogar um 98,76 %.
Auch in der Gesamtsumme führen die USA, China und Deutschland die globale Wirtschaft an – sowohl nominal als auch real. Nach Abzug der Inflation liegen ihre realen Werte jedoch um 16 % (China) bis 23 % (USA) unter den nominalen.
Das grösste reale Wachstum seit 2024 verzeichnete Ghana (+17,35 %), während Äthiopien den stärksten Rückgang (–34,63 %) hinnehmen musste. Im Zehnjahresvergleich führt Armenien mit +97,7 %, während Argentinien den grössten Einbruch (–98,76 %) erlitt.
Quelle: BestBrokers
Bildquelle: IMF / BestBrokers / Shutterstock AI Generator

